Hinter den Kulissen des McLaren F1 – Podcast-Zusammenfassung mit Dr. Thomas Bscher

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.

Die Podcast-Episode „Mit Dr. Thomas Bscher zum McLaren F1“ aus der Reihe Alte Schule – moderiert von Karsten Arndt – entführt die Hörer in die goldene Ära des Automobils. In dieser Folge dreht sich alles um den legendären Supersportwagen McLaren F1 und einen Mann, der ihn wie kaum ein anderer erlebt hat: Dr. Thomas Bscher. Bscher, ein Kölner Bankier und passionierter Rennfahrer, war einer der wenigen Erstbesitzer dieses Fahrzeugs und spielte eine entscheidende Rolle dabei, den McLaren F1 überhaupt auf die Rennstrecke zu bringen. Das Gespräch beleuchtet, was den McLaren F1 so besonders macht, wie es war, dieses Auto in den 1990er Jahren zu besitzen und zu fahren, und welche Anekdoten und Erkenntnisse Bscher aus erster Hand beisteuert.

Schon im Intro der Folge wird klar, welch ikonischen Status der McLaren F1 genießt. Arndt schildert etwa, dass selbst Rallye-Legende Walter Röhrl beim Fahren dieses Wagens gefordert war – was Fragen aufwarf, ob der McLaren F1 schon damals im Alltag so tückisch war. Prominente Besitzer wie Rowan Atkinson (Mr. Bean) und Elon Musk verunfallten mit ihren F1, was den Respekt unterstreicht, den dieses Fahrzeug verlangt. Bscher bietet nun authentische Einblicke in diese Zeit und dieses Auto. Er erzählt von der Entstehungsgeschichte des McLaren F1, den technischen Innovationen und Eigenheiten (etwa der zentralen Sitzposition und dem BMW-V12-Motor) sowie von seinen persönlichen Erfahrungen auf Straße und Rennstrecke. Dabei verrät er auch, welche Modifikationen er an seinem eigenen McLaren vornahm, um dessen Fahrverhalten zu verbessern. Zudem werden im Gespräch Vergleiche zu anderen Supersportwagen jener Ära gezogen und die Beteiligung namhafter Persönlichkeiten – vom Konstrukteur Gordon Murray bis zu McLaren-Chef Ron Dennis – an der Erfolgsgeschichte dieses einzigartigen Autos beleuchtet.

Key Takeaways

  • Der McLaren F1 wurde nur in äußerst geringer Stückzahl gebaut (etwa 65 Straßenfahrzeuge statt der ursprünglich geplanten 300). Dr. Bscher erläutert, dass der Wagen anfangs nahezu „unverkäuflich“ war – McLaren fand zunächst kaum Käufer für das millionenteure Auto. Paradoxerweise sorgt genau diese Seltenheit heute für einen enormen Hype und extreme Wertsteigerungen des McLaren F1, da nur wenige Exemplare existieren.
  • Dr. Thomas Bscher spielte eine Schlüsselrolle dabei, den McLaren F1 von einem reinen Straßensportwagen zu einem Rennwagen weiterzuentwickeln. Als begeisterter Privatrennfahrer erkannte er früh das Motorsport-Potenzial des F1. Gemeinsam mit Gleichgesinnten wie Ray Bellm und Lindsay Owen-Jones handelte er mit McLaren-Chef Ron Dennis einen Deal aus: Sie kauften mehrere F1 (sowohl Straßenversionen als auch für die Rennstrecke modifizierte Wagen), um die Entwicklung einer Rennversion – des McLaren F1 GTR – zu ermöglichen. Dieses Engagement ebnete den Weg zu großen Erfolgen auf der Rennstrecke, inklusive einem Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans 1995.
  • Die herausragende Verarbeitungs- und Konstruktionsqualität des McLaren F1 ist ein zentrales Thema. Bscher berichtet, dass der Wagen „jenseitig gut“ gebaut war – praktisch jedes Bauteil in aufwendiger Handarbeit gefertigt, fast wie im Yachtbau. Diese Liebe zum Detail hatte jedoch ihren Preis: Das Projekt war kommerziell kaum tragfähig, da selbst der sehr hohe Kaufpreis die enormen Herstell- und Entwicklungskosten kaum deckte. McLaren schuf den F1 eher als technisches Meisterstück und Imageträger denn als Gewinnbringer im klassischen Sinne.
  • Der McLaren F1 besticht durch ein einzigartiges Designkonzept und technische Besonderheiten, die ihn bis heute zur Ikone machen. Auffällig ist die zentrale Sitzposition des Fahrers mit zwei Beifahrersitzen seitlich versetzt dahinter – ein Layout, das kein anderes Serienfahrzeug bietet. Hinzu kommen ein ultraleichter Carbonfaser-Monocoque-Rahmen und ein 6,1-Liter-V12-Motor von BMW mit 627 PS, der das nur rund 1.150 kg (trocken) leichte Fahrzeug antreibt. Das Ergebnis waren Fahrleistungen „wie von einem anderen Stern“: Der F1 beschleunigte brachial und war seinerzeit der schnellste Serienwagen der Welt.
  • Auch aus heutiger Sicht imponieren die Leistungsdaten des McLaren F1. Bscher vergleicht die Beschleunigung seines F1 mit der eines modernen Ferrari SF90 Stradale – einem Hybrid-Supersportwagen von 2020. Obwohl der SF90 dank moderner Doppelkupplung noch schneller schaltet und daher insgesamt etwas schneller beschleunigt, sei das subjektive Gefühl im McLaren F1 mindestens ebenso beeindruckend. Die brachiale Kraftentfaltung des McLaren beim Tritt aufs Gaspedal war also schon in den 90ern auf dem Niveau heutiger Hypercars.
  • Weil der McLaren F1 ohne elektronische Fahrhilfen auskommen muss, ist er fahrerisch eine Herausforderung. Weder ESP noch Traktionskontrolle greifen ein, und selbst ABS ist – wenn überhaupt vorhanden – sehr rudimentär. Kalte Reifen und die extrem direkte Lenkung des Serienmodells konnten schnell zu heiklen Situationen führen, wenn das Heck ausbrach, ohne dem Fahrer viel Vorwarnung zu geben. Dieses kompromisslose Fahrverhalten forderte selbst Profis alles ab: Bscher erzählt, dass Spitzenrennfahrer wie Klaus Ludwig scherzhaft vom „Todesengel“ sprachen und selbst ein so versierter Pilot wie Bernd Schneider selten in einem Auto so viel Respekt oder sogar Angst verspürte wie im F1.
  • Um den McLaren F1 beherrschbarer zu machen, nahm Bscher individuelle Modifikationen an seinem Wagen vor. Eines der ersten Updates war ein größeres Lenkrad: Das original winzige Lenkrad des F1 machte die Lenkung extrem nervös, daher ließ Bscher sich von Gordon Murray persönlich ein etwas größeres Lenkrad anfertigen. Dadurch wurde die Steuerung weniger hektisch und leichter kontrollierbar. Außerdem veranlasste Bscher weichere Fahrwerksfedern und -dämpfer für sein Auto – eine Sonderlösung, die kein anderer F1 erhielt. Diese Änderungen verbesserten laut Bscher die Fahrbarkeit deutlich, ohne die hervorragende Kurvendynamik zu opfern.
  • Bscher teilt seine Erfahrungen, den McLaren F1 sowohl im Alltag als auch auf der Rennstrecke bewegt zu haben. In den etwa zehn Jahren Besitz legte er rund 25.000 km mit dem Wagen zurück – eine für einen F1 relativ hohe Laufleistung – und hatte dabei keinen einzigen Unfall oder Dreher. Dies führt er darauf zurück, dass er den Wagen mit großem Respekt und Schritt für Schritt auslotete sowie auf die erwähnten Umbauten setzte. Im öffentlichen Straßenverkehr nutzte Bscher den F1 zwar selten, doch wenn er damit unterwegs war, zog das Auto alle Blicke auf sich: Dank seines futuristischen, aber nicht aggressiven Auftritts erntete der McLaren sogar von unbeteiligten Passanten Bewunderung. So kamen etwa spontan ältere Menschen auf ihn zu und staunten: „Mein Gott, ist das schön!“ Einmal wurde Bscher auf der Autobahn von der Polizei angehalten – nicht wegen eines Vergehens, sondern weil die Beamten sich den exotischen Wagen aus der Nähe anschauen wollten.
  • Im Laufe des Gesprächs vergleicht Bscher den McLaren F1 mit anderen Supersportwagen und ordnet ihn historisch ein. Er betont, dass Ferrari in den 1990er Jahren – unter der Führung von Luca di Montezemolo – eine Entwicklung genommen hat, die ihresgleichen sucht und die Konkurrenz hinter sich ließ. Während McLaren nach dem F1 zunächst keinen Nachfolger brachte (bis zum MP4-12C Jahre später), perfektionierte Ferrari kontinuierlich seine Modelle (vom F40 und F50 bis hin zu Enzo und LaFerrari). Bscher zeigt sich insbesondere vom aktuellen Ferrari SF90 beeindruckt und meint, er kenne nichts Vergleichbares. McLarens neuere Sportwagen seien zwar hervorragend, doch in punkto Markenprestige und Faszination sieht er Ferrari nach wie vor an der Spitze.
  • Schließlich werden auch die prägenden Köpfe hinter dem McLaren F1 und seiner Geschichte thematisiert. Konstrukteur Gordon Murray gilt als „irgendwie geartetes Genie“ (O-Ton Bscher) mit kompromisslosen Vorstellungen, der den F1 als ultimatives Fahrerauto schuf. McLaren-Boss Ron Dennis spielte eine wichtige Rolle im Hintergrund: Er stimmte dem Rennwagen-Projekt erst zu, nachdem Bscher und Kollegen ihm überzeugend darlegten, dass ansonsten wohl keine ausreichende Nachfrage für den F1 bestünde. Darüber hinaus fallen im Gespräch Namen wie Walter Röhrl – dessen Schwierigkeiten mit einem F1 der Neuzeit Auslöser für diese Unterhaltung waren – sowie Rennfahrer wie Bernd Schneider und Klaus Ludwig, die respektvolle Erfahrungen mit Bschers F1 machten. Auch Anekdoten über prominente Eigentümer (z.B. Rowan Atkinson, der seinen F1 zweimal crashte) untermauern den Status des McLaren F1 als faszinierende, aber anspruchsvolle Legende.

Geschichte des McLaren F1 und Bschers Verbindung dazu

Anfang der 1990er brachte McLaren mit dem F1 einen Supersportwagen auf den Markt, der als damals teuerster und schnellster Serienwagen neue Maßstäbe setzte. Doch trotz aller Vorschusslorbeeren lief der Verkauf zunächst schleppend: Von ursprünglich 300 geplanten Exemplaren wurden letztlich nur 64 Straßenfahrzeuge gebaut, da kaum Käufer bereit waren, den immensen Preis zu zahlen. Dr. Thomas Bscher – damals ein erfolgreicher Banker und ambitionierter Amateur-Rennfahrer – erkannte jedoch früh das Potential dieses Ausnahmefahrzeugs. Er sah im McLaren F1 nicht nur ein Sammlerstück für die Straße, sondern auch die Basis für einen überlegenen GT-Rennwagen. Bscher schildert, wie der F1 „unverkäuflich“ schien und Ron Dennis (McLarens Geschäftsführer) darum zögerte, weiter in das Projekt zu investieren. Um den F1 dennoch auf die Rennstrecke zu bringen, schmiedete Bscher gemeinsam mit zwei Mitstreitern (dem Briten Ray Bellm und dem L’Oréal-Chef Lindsay Owen-Jones) einen kühnen Plan.

Das Trio bot an, mehrere McLaren F1 in einer Kombi-Bestellung abzunehmen – jeweils einen straßenzugelassenen Wagen und einen für den Rennbetrieb vorbereiteten. Bscher selbst musste dafür einen McLaren F1 erwerben, obwohl er zugibt: „Nie und nimmer hätte ich das Ding gekauft“ – zumindest nicht allein für die Straße. Doch die Aussicht, mit dem F1 Rennen zu fahren, rechtfertigte für ihn den Kauf. Schließlich stimmte Ron Dennis zu, statt sechs nur noch fünf F1 an die Gruppe zu verkaufen (Owen-Jones wollte keinen Straßenwagen behalten) und grünes Licht für die Entwicklung der Rennversion zu geben. So entstand der McLaren F1 GTR. Bereits 1995 feierte McLaren damit einen sensationellen Erfolg: Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans belegten F1 GTR die vorderen Plätze, inklusive eines Gesamtsiegs, obwohl sie gegen dedizierte Prototypen antraten. Bscher, der selbst an Rennserien teilnahm, hatte damit maßgeblich zur Motorsport-Legende des F1 beigetragen. Seine Initiative verwandelte den „reinen“ Straßensportwagen in einen Champion auf der Strecke.

Nach seiner aktiven Rennzeit blieb Bscher dem McLaren F1 noch eine Weile treu. Er besaß seinen F1-Straßenwagen insgesamt etwa zehn Jahre (von 1994 bis 2004) und fuhr damit rund 25.000 Kilometer. Mitte der 2000er trennte er sich von dem Wagen – damals bekam er immerhin seinen ursprünglichen Kaufpreis zurück, was er schon als Erfolg verbuchte („dass ich den Einstand wiederbekommen habe, fand ich gigantisch“). Im Rückblick schmunzelt Bscher jedoch, er habe „leider zu früh verkauft“. Tatsächlich erzielen McLaren F1 heute bei Auktionen Preise in zweistelliger Millionenhöhe, was die Sonderstellung dieses Fahrzeugs eindrucksvoll unterstreicht. Ohne Bschers Engagement und seinen Glauben an das Konzept wären viele Kapitel dieser Erfolgsgeschichte – vom Rennsieg in Le Mans bis zum Kultstatus unter Sammlern – wohl nicht geschrieben worden.

Technische Details und Besonderheiten des McLaren F1

Der McLaren F1 gilt nicht ohne Grund als Meilenstein der Automobiltechnik. Gordon Murray, der Chefkonstrukteur, verwirklichte darin eine kompromisslose Vision eines Fahrzeugs, das alle konventionellen Grenzen sprengte. Das Herzstück ist ein von BMW Motorsport entwickelter 6,1-Liter-V12-Saugmotor mit etwa 627 PS und 650 Nm Drehmoment, der dem nur gut 1,1 Tonnen leichten Hecktriebler brachiale Fahrleistungen verlieh. Der F1 beschleunigt in rund 3,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreichte über 370 km/h Höchstgeschwindigkeit – Werte, die ihn über ein Jahrzehnt lang zum schnellsten Serienauto der Welt machten. Geschaltet wird klassisch per handgeschaltetem 6-Gang-Getriebe. Auffällig ist das einzigartige Dreisitzer-Layout: Der Fahrer sitzt zentral vorne, flankiert von zwei Passagiersitzen etwas weiter hinten links und rechts. Dieses Layout schafft ein cockpitartiges Fahrerlebnis und erlaubte zugleich, dass zwei Mitfahrer Platz finden – ein Novum im Supersportwagenbau. Trotz dieser ungewöhnlichen Anordnung integrierte der F1 sogar kleine Gepäckfächer in den Seiten – praktisch genug für einen Wochenendtrip zu dritt.

Als erstes Serienauto besaß der McLaren F1 ein komplettes Chassis aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff (Carbon-Monocoque), was ihm extreme Leichtbau-Vorteile verschaffte. Jedes Detail war auf Performance getrimmt: Die Motorraumwände waren mit Goldfolie ausgekleidet, um Hitze zu reflektieren, und selbst Schrauben und Kleinteile wurden auf geringstes Gewicht optimiert. Gleichzeitig wurde der Wagen in einer Qualität gefertigt, die damals unerreicht war. Bscher erzählt beeindruckt, die Fertigungsqualität sei „jenseitig gut“ gewesen – man spürte förmlich, dass hier in Manufakturarbeit ein technisches Kunstwerk entstand. Als Beispiel beschreibt er, wie die Herstellung allein einer Tür des F1 zahllose Arbeitsstunden in Anspruch nahm: in kleinen Schritten habe man aus einer Art „Tapetenrolle“ (vorimprägnierter Kohlefasermatte) Schicht um Schicht die Struktur aufgebaut. Diese nahezu handwerkliche Bauweise glich eher dem Bau einer Luxusjacht als einer typischen Auto-Produktion. Murray und sein Team gingen keine Kompromisse ein, um das ideale Leistungsgewicht zu erreichen und jedes Bauteil zu perfektionieren.

Auf auffällige aerodynamische Hilfsmittel verzichtete der McLaren F1 in der Straßenversion bewusst. Weder ein großer Heckflügel noch markante Spoiler störten die klarlinige Karosserie – Murray wollte ein möglichst reines Design ohne aktive Aerodynamik. Allerdings bedeutete dies auch, dass der Abtrieb begrenzt war. Spätere Sonderversionen wie der McLaren F1 LM (gebaut zu Ehren des Le-Mans-Siegs) erhielten einen großen Heckspoiler für mehr Anpressdruck. Bscher selbst lehnte es ab, an seinem Straßen-F1 einen Flügel nachzurüsten: So sinnvoll zusätzlicher Abtrieb gewesen wäre, „optisch schön“ fand er die Flügellösung nicht. Stattdessen blieb der Wagen glatt und elegant, was auch zum unerwartet positiven Echo bei Unbeteiligten beitrug – der F1 wirkte nicht aggressiv, sondern fast freundlich, obwohl er ein hochgezüchtetes Hochleistungsauto war. Insgesamt vereinte der McLaren F1 Technik-Features, die damals einzigartig waren: von der zentralen Sitzposition über den hochdrehenden V12-Motor ohne Turboaufladung bis hin zum völligen Verzicht auf elektronische Fahrhilfen. Dieses kompromisslose Konzept machte ihn zum ultimativen Fahrerauto seiner Ära.

Erfahrungen im Alltag und auf der Rennstrecke

Dr. Bscher gehörte zu den wenigen Menschen, die den McLaren F1 regelmäßig bewegen konnten – sowohl im normalen Straßenverkehr als auch auf Rennkursen. Seine Erfahrungen zeigen, dass der F1 zwar ein extrem forderndes Auto ist, aber in den richtigen Händen beherrschbar bleibt. Wichtig sei, so betont er, sich dem Fahrzeug mit Demut und Vorsicht zu nähern: „Man muss im Grunde vorsichtig und mit Respekt rangehen, dann tastet man sich langsam heran.“ Bscher selbst hat nach eigenen Angaben in all den Jahren mit seinem F1 keine brenzlige Situation erlebt: keinen Unfall, keinen Dreher, kein unkontrolliertes Ausbrechen. Dies schreibt er seiner behutsamen Fahrweise und den technischen Modifikationen an seinem Wagen zu. Außerdem kannte er das Auto irgendwann „so gut“, dass er genau wusste, wie es in verschiedenen Situationen reagiert. Dadurch hatte er – im Gegensatz zu manch anderem Fahrer – keine Angst, wenn er hinter dem Lenkrad saß.

Tatsächlich berichten andere Piloten, dass der McLaren F1 ihnen Respekt einflößte. Bscher erzählt von seinem Freund Bernd Schneider, einem der erfolgreichsten Rennfahrer Deutschlands, der einmal Bschers F1 ausprobieren durfte. Schneider habe hinterher gesagt, er habe nur selten in einem Straßenfahrzeug so viel Angst verspürt wie in diesem McLaren – ein deutlicher Hinweis darauf, wie gnadenlos der F1 einen Fahrer fordern kann. Ähnlich äußerte sich auch Tourenwagen-Legende Klaus Ludwig: Er fuhr den F1 zwar, aber scherzte, er „wolle leben“ und nannte das Auto einen möglichen „Todesengel“, wenn man es unbedacht ans Limit bringe. Solche Aussagen zeigen, dass selbst absolute Profis großen Respekt vor dem F1 hatten. Für weniger geübte Fahrer war dieses Auto definitiv eine Nummer zu groß: „Der Normalfahrer war völlig überfordert, auch wenn er den nur am Wochenende fuhr“, konstatiert Bscher.

Im Alltag bedeutete der McLaren F1 einige Herausforderungen. Der Wagen hatte eine sehr straffe Fahrwerksabstimmung und keinerlei elektronische Hilfen – jeder Ritt war intensiv. Bscher empfand das Serien-Set-up als zu hart und mit zu wenig Federweg, was auf öffentlichen Straßen wenig Komfort bot. Zudem spürte man wegen der steifen Abstimmung und fehlender Assistenzsysteme zunächst kaum, wann die Haftungsgrenze der Reifen erreicht war. Nur mit aufgewärmten Reifen und vollster Konzentration ließ sich der F1 sicher bewegen. Bscher reagierte darauf, indem er – einzig unter den F1-Besitzern – sein Fahrwerk weichere Federn einbauen ließ, um mehr Nachgiebigkeit und Feedback zu bekommen. Damit wurde der McLaren im Alltag deutlich gutmütiger. Nichtsdestotrotz blieb es ein Exot: McLaren unterhielt in den 90ern kein Händler- oder Servicenetz in Deutschland. Bscher musste die TÜV-Abnahme und Wartung teils selbst organisieren. Er erinnert sich, wie er seinen F1 persönlich zum TÜV brachte, da es keinen offiziellen Importeur gab. Sobald man solche Hürden nahm und sich an die Besonderheiten gewöhnte, belohnte der F1 seinen Fahrer jedoch mit einem Fahrerlebnis der Sonderklasse. Auf der Rennstrecke spielte das Auto dann vollends seine Stärken aus: Hier konnte der F1 seine enorme Leistung und Präzision ohne Rücksicht auf Alltagstauglichkeit ausleben. Bscher und seine Teamkollegen erzielten mit dem F1 GTR prompt Rennsiege – ein Beleg dafür, dass dieses Auto in kompetenten Händen sowohl auf der Straße als auch auf der Strecke Außergewöhnliches leisten konnte.

Kritikpunkte und Verbesserungen durch Dr. Bscher

Obwohl der McLaren F1 für Bscher ein faszinierendes Auto war, nahm er kein Blatt vor den Mund, wenn es um dessen Schwächen ging. Einige Eigenschaften des Serienfahrzeugs hielt er für verbesserungswürdig – und als erfahrener Fahrer griff er selbst ein, um das Optimum herauszuholen. Ein Hauptkritikpunkt war die Lenkung: Das ab Werk verbaute Lenkrad des F1 war winzig klein. Dies sah zwar futuristisch aus, führte aber zu einer extrem direkten Lenkübersetzung, die den Wagen nervös und schwer kontrollierbar machte. Bscher schildert, wie er Gordon Murray darauf ansprach: „Pass mal auf, ich kriege hier ein größeres Lenkrad.“ Tatsächlich ließ Murray ihm zuliebe ein einzelnes Exemplar eines größeren Lenkrads anfertigen und einbauen. Allein diese Maßnahme „entschärfte das Ausbruchsverhalten“ deutlich, wie Bscher berichtet – mit mehr Lenkradweg konnte er feinfühliger gegensteuern, falls das Heck auszubrechen drohte. Auch seinen McLaren F1 GTR-Rennwagen stattete Bscher mit diesem größeren Lenkrad aus. McLaren bot diese Änderung anderen Kunden offiziell nicht an, doch Bscher nutzte seine technische Kompetenz und seinen Einfluss, um die Fahreigenschaften seinen Wünschen anzupassen.

Der zweite Ansatzpunkt betraf das Fahrwerk. Der F1 war von Haus aus sehr straff gefedert und gedämpft – gut für glatte Rennstrecken, aber weniger ideal für wechselhafte Straßen. Zudem vermittelte das steife Setup dem Fahrer zunächst wenig Gespür dafür, wann die Reifen an ihre Haftgrenze kamen. Bscher empfand den Wagen so als „zu unkomfortabel für die Straße“ und verlangte weichere Federn. McLaren kam dieser Bitte nach und rüstete seinen F1 als einziges Exemplar mit deutlich weicheren Federn und angepasst gedämpften Stoßdämpfern aus. Gleichzeitig beließ Bscher die Querstabilisatoren relativ hart, um die Wankneigung in Kurven gering zu halten. Das Resultat war ein individuell abgestimmtes Fahrwerk, das mehr Nachgiebigkeit bot und dem Fahrer Rückmeldung gab, ohne die präzise Handling-Charakteristik des F1 zu zerstören. Bscher sagt, sein Wagen sei dadurch „deutlich fahrbarer“ geworden. Allerdings führte die weichere Abstimmung zu einer gewissen Eingewöhnung: Beim starken Beschleunigen nickte das Fahrzeug nun mehr nach hinten („die Schnauze ging hoch“), was für ihn jedoch ein akzeptabler Kompromiss war.

Ein Punkt, den Bscher rückblickend kritisiert, ist der völlige Verzicht auf Fahrhilfen. Anfang der 90er gab es zwar bereits erste Traktionskontrollen und ähnliche Systeme, doch Gordon Murray verzichtete bewusst auf alles Elektronische, um Gewicht zu sparen und den puren Fahrspaß nicht zu verwässern. Bscher meint jedoch, man hätte zumindest eine einfache Traktionskontrolle einbauen sollen, „die dem Normalfahrer einen Betrieb ermöglicht, den er übersehen kann“. Mit anderen Worten: Ein durchschnittlicher Fahrer wäre mit dem F1 weniger überfordert gewesen, hätte es eine Art elektronische Absicherung gegeben. In Bschers Augen dachte Murray zu sehr aus der Perspektive eines Profis und vergaß den Normalfahrer – ein „Fehler“, wie er es nennt. Letztlich war der McLaren F1 in Serienform nur für geübte Könner wirklich beherrschbar. Bscher selbst konnte dank seiner Rennfahrerfahrung und den genannten Modifikationen das Auto meistern, doch er weiß, dass dies eine Ausnahme war.

Manche Beobachter fragten Bscher, ob er nicht auch einen Heckspoiler zur Stabilisierung an seinem F1 montieren ließ – schließlich bot McLaren später mit dem F1 LM ein Aerodynamik-Paket an. Doch Bscher lehnte dies strikt ab: Aus ästhetischen Gründen wollte er die klare Linie des F1 nicht mit einem großen Flügel beeinträchtigen. „Optisch ging das nicht“, sagt er über den Heckspoiler, „auch wenn er natürlich sinnvoll gewesen wäre.“ Seine Verbesserungen konzentrierten sich also auf unsichtbare Eingriffe (Lenkung, Fahrwerk), die das Wesen des Autos nicht verfälschten. Insgesamt zeigt sich, dass Bscher den McLaren F1 nicht als unantastbare Ikone betrachtete, sondern als Maschine, die man optimieren und an persönliche Vorlieben anpassen konnte. Durch seine Eingriffe formte er aus dem ohnehin außergewöhnlichen F1 seinen ganz individuellen Traumsportwagen – ohne dessen Grundcharakter zu verlieren.

Vergleich mit anderen Supersportwagen und Marken

Die Episode stellt den McLaren F1 auch in den größeren Kontext der Supersportwagen-Welt der 1990er und der Folgejahre. Bscher – der als späterer Präsident von Bugatti selbst in der Branche aktiv war – vergleicht das Fahrzeug und McLarens Ansatz mit dem der Konkurrenz. Ein Punkt ist die kommerzielle Seite: Projekte wie der McLaren F1 oder auch der Porsche 959 waren letztlich „Werbegeschenke“ der Hersteller an sich selbst – technische Machbarkeitsstudien, die enorme Ressourcen verschlangen und nie profitorientiert waren. So erwähnt Bscher, dass schon Porsche mit dem 959 ein ähnliches Verlustgeschäft einging, und bei Bugatti (etwa mit dem EB110 in den 90ern oder dem Veyron der 2000er) war es nicht anders. Solche Fahrzeuge dienten primär dem Markenimage und der Demonstration von Ingenieurskunst. Der McLaren F1 reiht sich hier ein als ein Auto, das zwar einen extrem hohen Neupreis hatte, aber dessen Entwicklungskosten niemals hereingespielt wurden. Andere Hersteller wie Ferrari hingegen verstanden es, exklusive Supersportwagen zwar in limitierter Stückzahl, aber doch gewinnbringender zu produzieren – und vor allem kontinuierlich neue Modelle nachzuschieben.

Besonders Ferrari kommt im Gespräch viel Raum zu. Bscher lobt die Entwicklung, die Ferrari in den 90er Jahren unter Luca di Montezemolo nahm. Vom Ferrari F40 (der Ende der 80er in ca. 400 Exemplaren gebaut wurde) über den F50 bis zum Enzo und weiter zur Neuzeit mit LaFerrari und anderen Modellen habe Ferrari eine einzigartige Erfolgsserie hingelegt. Kein anderer Sportwagenhersteller konnte laut Bscher diesen Werdegang „matchen“. McLaren hingegen zog sich nach dem F1 für lange Zeit aus dem zivilen Sportwagensektor zurück – erst 2011 erschien mit dem MP4-12C wieder ein eigener Straßen-Supersportwagen der Marke. Zwar sind McLarens moderne Modelle wie der 12C oder der später folgende P1 und 720S hochinnovativ und leistungsstark, doch in Sachen Strahlkraft und Markenwert sieht Bscher Ferrari weiterhin vorne. Er betont den besonderen „Markenexklusivitäts“-Faktor bei Ferrari: Die Aura und Tradition der Marke aus Maranello seien ungeschlagen, was auch den hohen Sammlerwert ihrer Spezialmodelle erklärt.

Auch im direkten Vergleich aktueller Fahrzeuge spart Bscher nicht mit Meinungen. So hält er den Ferrari SF90 Stradale – ein Hybrid-Supersportwagen von 2020 – für eines der beeindruckendsten Autos überhaupt. Aus seinem Munde kommt großes Lob: „Besser als den SF90 kenne ich nichts“, sagt er und unterstreicht damit, wie weit die Technik inzwischen gekommen ist. Interessanterweise merkt er an, dass der SF90 innerhalb der Ferrari-Gemeinde teils kontrovers gesehen wird und weniger Enthusiasten findet, doch für Bscher persönlich setzt dieses Modell Maßstäbe. Damit schlägt er den Bogen zurück zum McLaren F1: Dessen Beschleunigung könne sich eben sogar mit einem SF90 messen. Allerdings hat sich die Welt der Supersportwagen stark gewandelt – wo der McLaren F1 pure Mechanik und analoges Fahrerlebnis bot, dominieren heute Hybrid-Technologie, Elektronik und Software. Bscher sieht beide Welten mit Bewunderung: den F1 als Höhepunkt der analogen Ära und Fahrzeuge wie den SF90 als Spitze der modernen Entwicklung. Unterm Strich wird im Podcast klar, dass der McLaren F1 seinerzeit in einer eigenen Liga spielte, die Konkurrenz in vielerlei Hinsicht übertraf, auch wenn Ferrari und Co. über die Jahrzehnte ihre eigene Erfolgsgeschichte schrieben.

Einfluss prominenter Persönlichkeiten

Hinter der Entstehung und Geschichte des McLaren F1 standen außergewöhnliche Persönlichkeiten. Allen voran Gordon Murray: Der südafrikanische Konstrukteur, der zuvor in der Formel 1 bereits innovative Rennwagen für Brabham entworfen hatte, brachte all sein Know-how und seine unkonventionellen Ideen in den F1 ein. Bscher bezeichnet Murray als „irgendwie geartetes Genie“ – einen visionären Tüftler mit sehr spezifischen Vorstellungen. Murray liebte leichte, puristische Maschinen; Bscher erwähnt, dass der Ingenieur sich beim F1 an einem Ducati-Einzylinder-Rennmotorrad orientierte, das keinerlei Fahrhilfen kannte und „raketenmäßig“ beschleunigte. Diese Philosophie übertrug Murray auf den McLaren F1. Daneben war McLaren-Chef Ron Dennis eine treibende Kraft: Er gab Murray die Freiheit, ein kompromissloses Auto zu bauen, hatte aber ursprünglich nicht vorgesehen, damit Rennen zu fahren. Dennis war vom F1 als ultimativer Straßenwagen überzeugt und zögerte, ihn dem harten Wettbewerb auszusetzen. Erst als die Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurückblieben und Enthusiasten wie Bscher Druck machten, lenkte Ron Dennis ein und unterstützte das Rennprogramm. Seine Entscheidung, auf Bschers Vorschlag einzugehen, legte den Grundstein für die motorsportlichen Erfolge des F1.

Auch auf Kundenseite spielten charismatische Figuren eine Rolle. Ohne den Enthusiasmus von Menschen wie Thomas Bscher, Ray Bellm und Lindsay Owen-Jones wäre der McLaren F1 GTR wohl nie entstanden. Sie waren bereit, enorme Summen zu investieren und ein Risiko einzugehen, weil sie an das Potential des Wagens glaubten. Lindsay Owen-Jones, damals Chef des Konzerns L’Oréal, soll gesagt haben: „Ich mache alles mit, aber den Straßenwagen will ich nicht.“ – Woraufhin Ron Dennis ihm erlaubte, statt zwei Wagen nur einen (den Rennwagen) zu nehmen. Solche Anekdoten zeigen, wie ungewöhnlich die Umstände waren, unter denen das Projekt Renn-F1 zustande kam. Bscher und seine Mitstreiter vereinten Benzinleidenschaft und Geschäftssinn, um McLaren zu überzeugen. Ihr Erfolg inspirierte weitere Rennfahrer: In den Folgejahren traten zahlreiche Profi- und Privatpiloten im McLaren F1 GTR an und fuhren Siege ein, was ohne die Initialzündung dieser „Kundentruppe“ nicht möglich gewesen wäre.

Schließlich kommen im Podcast auch prominente Fahrer und Besitzer zu Wort, die den Mythos McLaren F1 mitprägten. Wie eingangs erwähnt, schilderte Rallye-Ikone Walter Röhrl seine Eindrücke bei einer F1-Fahrt: Trotz all seiner Erfahrung empfand er den Wagen als anspruchsvoll und leicht nervös, was Arndt überhaupt erst veranlasste, bei Bscher genauer nachzufragen. Rennfahrer-Legenden wie Bernd Schneider und Klaus Ludwig brachten – wie zuvor beschrieben – ihren Respekt vor Bschers F1 zum Ausdruck und bestätigten damit dessen enorme Performance (und Tücken). Und dann sind da die berühmten Eigentümer: Rowan Atkinson, bekannt als „Mr. Bean“, war einer der wenigen Privatiers mit einem F1. Er crashte sein Exemplar gleich zweimal und musste es für horrende Summen reparieren lassen – ein Vorfall, der durch die Presse ging und die Extremkosten dieses Autos im Unterhalt verdeutlichte. Elon Musk, heute Tesla-Chef, erwarb in den 90ern einen McLaren F1 nach dem Verkauf seiner ersten Firma – und zerstörte ihn ebenfalls bei einem Unfall, noch bevor er ein Kennzeichen hatte. Solche Geschichten tragen zum Mythos des F1 bei: Sie unterstreichen, dass dieser Supersportwagen zwar Begehrlichkeiten weckt und technische Rekorde aufstellt, aber auch Respekt einfordert. Die Beteiligung all dieser Persönlichkeiten – von Konstrukteuren über Rennfahrer bis hin zu prominenten Besitzern – macht die Saga des McLaren F1 umso facettenreicher und spannender.

Fazit

Die Unterhaltung zwischen Karsten Arndt und Dr. Thomas Bscher über den McLaren F1 gewährt einen einzigartigen Blick hinter die Kulissen eines der faszinierendsten Autos aller Zeiten. Am Ende bleibt das Bild eines Supersportwagens, der seiner Zeit weit voraus war und bis heute nichts von seiner Faszination verloren hat. Bscher hat eindrucksvoll geschildert, warum der McLaren F1 als „Auto vom anderen Stern“ gilt: Ein technisch revolutionäres Konzept, gepaart mit kompromissloser Umsetzung, das ein Fahrerlebnis bot, welches selbst erfahrene Profis in Erstaunen – und bisweilen in Ehrfurcht – versetzte. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Perfektion in der Autowelt relativ ist: So grandios der F1 konstruiert war, so gab es doch Aspekte (Lenkung, Fahrwerk, fehlende Assistenten), die ihn im Alltag schwierig machten und durch clevere Anpassungen verbessert werden konnten. Gerade diese menschliche Komponente – ein Besitzer, der sein Traumauto kritisch hinterfragt und optimiert – macht die Geschichte greifbar und sympathisch.

Für heutige Hörer offenbart das Gespräch viel Lehrreiches. Zum einen zeigt es, wie sehr sich der Supersportwagen-Kosmos in den letzten Jahrzehnten gewandelt hat: Der McLaren F1 verkörpert die analoge Ära, in der ein Auto noch vollständig den Fähigkeiten des Fahrers ausgeliefert war. Heutige Hypercars dagegen – man denke an einen Ferrari SF90 oder Bugatti Chiron – sind vollgepackt mit Elektronik und Helfern, um die immense Leistung bändigen zu können. Bscher gelingt es, diese Brücke zu schlagen: Er schwärmt einerseits von der puren, ungefilterten Erfahrung im F1, erkennt aber auch an, was moderne Technik leisten kann. So entsteht Wertschätzung für beide Seiten – die „alte Schule“ der Autobaukunst und die moderne Ingenieurskunst.

Was vom McLaren F1 bleibt, ist die Legende eines einzigartigen Fahrzeugs und die Geschichten der Menschen, die mit ihm zu tun hatten. Thomas Bscher gehört zweifelsohne zu diesen Protagonisten: Durch seine Initiative fand der F1 den Weg auf die Rennstrecke und in die Geschichtsbücher, und durch seine Anekdoten in diesem Podcast bleiben die Erinnerungen lebendig. Die Episode verdeutlicht, dass der McLaren F1 mehr ist als ein technisches Datenblatt – er ist ein Stück Automobilgeschichte, das Emotionen weckt. Für Fans der „goldenen Ära des Automobils“ liefert dieses Gespräch sowohl fundierte Informationen als auch unterhaltsame Anekdoten. Man geht mit dem Gefühl daraus hervor, dem Mythos McLaren F1 ein gutes Stück näher gekommen zu sein. Und eines wird klar: Die Begeisterung für solche Ausnahmeautos verbindet Generationen von Autoliebhabern – damals wie heute.


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