Mercedes CLA Elektro, BYD Lade-Revolution & Ionity Updates

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus dem Transkript der Podcast-Episode generiert.

In dieser Folge des Podcasts „Kilometerfresser“ dreht sich alles um aktuelle Entwicklungen in der Welt der Elektromobilität. Die beiden Hosts, Jonas und Tarek, haben eine prall gefüllte Episode vorbereitet – so vollgepackt, dass sie gleich zu Beginn lachend warnen, man könne die nächsten Tage mit dem Hören verbringen. Einer der beiden scherzt: „Gewöhnt euch schon mal dran, dass ihr die nächsten drei Tage die Kilometerfresser auf dem Weg zur Arbeit hören könnt, weil wir haben echt vieles vor heute.“ Diese lockere, freundschaftliche Atmosphäre zieht sich durch die gesamte Episode.

Trotz aller Spaßbemerkungen stehen natürlich handfeste Informationen und Neuigkeiten im Mittelpunkt. Jonas und Tarek sprechen über spannende Themen wie neue Ladeinfrastruktur und Partnerschaften beim Schnellladen, spektakuläre neue Elektroauto-Modelle und deutliche Trends am Markt. Konkret geht es um den Ladestations-Anbieter Ionity, der mit einer Restaurantkette kooperiert und seine Technologie überarbeitet. Es geht um das extravagante Showcar Renault 5 Turbo 3E, das an einen Rallye-Klassiker erinnert und elektrisiert. Außerdem diskutieren die beiden eine mögliche „Zweiklassengesellschaft“ an Ladesäulen – also die Frage, ob Fahrer langsam ladender E-Autos gegenüber Besitzern von High-End-Fahrzeugen benachteiligt werden.

Weiterhin widmen sie sich dem chinesischen Hersteller BYD, der mit enormen Ladeleistungen von bis zu 1000 kW für Aufsehen sorgt. Passend dazu hat Jonas den kompakten BYD Atto 2 im Stadttest gefahren und ist beeindruckt vom Preis-Leistungs-Verhältnis dieses neuen Stromers. Auch ein deutsches Premiummodell fehlt nicht: Der brandneue elektrische Mercedes-Benz CLA wird kritisch beäugt – Design und Technik werden ausführlich besprochen. Und last but not least: Selbst Branchenriese Toyota kommt zur Sprache. Die Japaner galten lange als zögerlich bei reinen E-Autos, doch nun scheint Toyota „aufzuwachen“ und bringt überarbeitete Modelle ins Rennen. All das und mehr wird in dieser Episode unterhaltsam und informativ beleuchtet.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Ionity, eines der größten Schnellladenetzwerke Europas, verliert sein bisheriges Alleinstellungsmerkmal. Bisher rühmte sich Ionity damit, pro Ladestation die maximale Leistung exklusiv für ein Fahrzeug bereitzustellen – „bei uns bekommt ihr 350 kW pro Fahrzeug“, so das frühere Versprechen. Mit neuen Ladesäulen-Modellen muss sich nun aber künftig die Ladeleistung womöglich zwischen zwei E-Autos aufteilen. Das bedeutet, dass an einer Ionity-Säule beide angeschlossenen Fahrzeuge jeweils nur noch etwa 200 kW erhalten, wenn zwei gleichzeitig laden. Diese Änderung sorgt für Diskussionen unter den Hosts, da Ionity damit einen wichtigen Vorteil gegenüber anderen Anbietern einbüßt.
  • Die Restaurantkette L’Osteria wird zum Partner von Ionity, um Ladestopps angenehmer zu gestalten. An zunächst 15 Standorten sollen neben Pizza und Pasta auch 350-kW-Schnelllader verfügbar sein. Die Kooperation zeigt, dass Ladeinfrastruktur zunehmend mit Gastronomie und Alltag verknüpft wird, um E-Autofahrern attraktive Pausen zu ermöglichen. Ionity ist nicht mehr allein mit solchen Angeboten – auch andere Betreiber integrieren Ladestationen in Einkaufszentren oder Rasthöfen, sodass Ionity hier ebenfalls nachzieht und sich breiter aufstellt.
  • Renault sorgt mit dem Renault 5 Turbo 3E für Aufsehen: einem vollelektrischen Showcar als Hommage an den legendären Renault 5 Turbo der 1980er. Das auffällige Fahrzeug leistet rund 540 PS, hat über 4000 Nm Drehmoment dank Radnabenmotoren und nutzt modernste 800-Volt-Technik. Gerade einmal 1.980 Exemplare sollen gebaut werden, was den Wagen zu einem teuren Sammlerstück macht (Grundpreis ca. 150.000 €). Einer der Hosts gerät ins Schwärmen über die Optik – „der sieht richtig knaller aus“ – doch beide sind sich einig, dass Renault hier vor allem ein Imageprojekt verfolgt und kein Auto für den Massenmarkt.
  • An deutschen Ladesäulen darf es keine Zweiklassengesellschaft geben – dieses Statement der Moderatoren kommt deutlich zur Geltung. Sie verurteilen Überheblichkeit mancher Fahrer schneller E-Autos gegenüber Fahrern von Modellen mit geringerer Ladeleistung. Jeder E-Mobilist hat das gleiche Recht, auch teure HPC-Lader zu nutzen, wenn er Strom braucht. Wie einer der Moderatoren klarstellt: „Leute, jeder, der elektrisch fährt, hat das Recht zu laden. Und wenn er laden muss, dann lädt er eben, egal ob mit 15 kW oder mit 130 kW oder mit 330 kW.“ Statt mit bösen Blicken zu reagieren, sollte man lieber gegenseitiges Verständnis zeigen und allenfalls höflich darauf hinweisen, dass bei freien Alternativen ein langsameres Fahrzeug auch eine weniger ausgelastete Säule nutzen könnte – aber eben nur, wenn es passt.
  • Der chinesische Hersteller BYD heizt das Wettrüsten bei Ladeleistungen kräftig an. In China wurden bereits Technologien präsentiert, mit denen E-Autos in der Spitze bis zu 1000 kW Ladeleistung aufnehmen können. Möglich wird dies etwa durch zwei Ladeanschlüsse am Fahrzeug, die gleichzeitig Strom ziehen. Die Hosts diskutieren fasziniert, was passieren würde, wenn solche Technik nach Deutschland käme – an herkömmlichen Stationen wären solche „Lademonster“ wohl stark limitiert. Zum Vergleich: Aktuelle Top-Modelle wie ein Porsche Taycan laden maximal mit etwa 270–320 kW. 1000 kW wären also eine völlig neue Größenordnung, die jedoch hohe Anforderungen an Akkus und Infrastruktur stellt.
  • Mit dem kompakten BYD Atto 2 (auch bekannt als BYD Dolphin) betritt ein preisgünstiger Stromer aus China die Bühne, der es mit hiesigen Modellen aufnehmen will. Jonas hat dieses Modell im Stadteinsatz getestet und war vom Preis-Leistungs-Verhältnis „mega überzeugt“. In der Diskussion zeigt sich, wie viel Ausstattung man für sein Geld bekommt: Vergleicht man zum Beispiel einen VW ID.3 in Basisausführung mit ähnlicher Akkugröße und Ausstattung, ist der BYD Atto 2 spürbar günstiger. Einer der Hosts rechnet vor: „Wenn du einen ID.3 Pure so ausstattest wie einen Atto 2, bist du am Ende 6000 Euro teurer.“ Diese Kampfansage bei Preis und Leistung setzt etablierte Hersteller unter Druck.
  • Mercedes-Benz hat mit dem neuen elektrischen CLA ein wichtiges Modell vorgestellt, doch die Reaktionen darauf fallen gemischt aus. Technisch macht Mercedes vieles richtig: Der CLA basiert auf einer effizienten neuen Plattform mit 800-Volt-Architektur für schnelles Laden und verspricht hohe Reichweiten. Auch im Innenraum fährt das Fahrzeug mit modernen Features wie durchgehenden Displays und neuester Software auf. Allerdings polarisiert das Design – vor allem der übergroße beleuchtete Kühlergrill und zahllose Mercedes-Sterne an Front und Heck wirken sehr prunkvoll. Die Präsentation in Rom zielte offensichtlich auch auf den chinesischen Markt ab, wo opulentes Design gefragt ist. Europäische Betrachter, einschließlich der Hosts, hätten sich hingegen etwas mehr Understatement und den klassischen Mercedes-Eleganz gewünscht.
  • Die persönliche Einschätzung der Moderatoren zum Mercedes CLA fällt verhalten aus. Trotz aller technologischen Fortschritte löst das Fahrzeug bei ihnen keine Begeisterungsstürme aus. „Ich würde mir den nicht kaufen… der haut mich nicht vom Hocker“, lautet das ernüchternde Fazit eines Hosts. Zwar erwartet man ein qualitativ hochwertiges und effizientes E-Auto – ein echter Innovationssprung bleibt aber aus Sicht der beiden aus. Sie diskutieren auch kritisch, wie der Innenraum gestaltet ist: Ein durchgehendes Bildschirm-Panel wirkt zwar futuristisch, könnte aber in niedrigeren Ausstattungsvarianten leer und schlicht wirken, wenn z. B. das Beifahrerdisplay fehlt. Hier bleibt abzuwarten, wie Mercedes die Balance zwischen High-Tech und gewohntem Premium-Ambiente schafft.
  • Sogar Branchenriese Toyota bewegt sich endlich in Richtung batterieelektrische Autos und wurde deshalb im Podcast ausdrücklich thematisiert. Toyota hat lange vornehmlich auf Hybride und Wasserstoff gesetzt, doch nun kommen Anzeichen eines Umdenkens. So wurde der bestehende Elektro-SUV Toyota bZ4X technisch überarbeitet und ein neues Modell C-HR EV (genannt „C-HR Plus“) angekündigt. Letzterer soll mit wahlweise 77 kWh-Akku über 600 km Reichweite schaffen und ein modernes Interieur bieten – ein deutliches Signal, dass Toyota beim Thema E-Mobilität aufholen will. Die Hosts freuen sich über dieses „Erwachen“ und betonen Toyotas früheren Ruf als zuverlässigster Autobauer: Man habe zu lange zugeschaut, jetzt müsse Toyota verlorenen Boden gutmachen. Das Update des bZ4X soll zum Beispiel endlich eine bessere Routenplanung mit Ladestopps ermöglichen, denn die erste Version dieses Modells wirkte softwareseitig noch „wie ein Verbrenner“ und nicht wie ein durchdachtes Elektroauto.
  • Der gesamte Markt für Elektromobilität befindet sich in einer spannenden Dynamik. Neue Modelle und Verbesserungen erscheinen im Wochentakt, und niemand kann sich auf bisherigen Lorbeeren ausruhen. Insbesondere die starke Konkurrenz aus China – exemplifiziert durch BYD – erhöht den Innovationsdruck auf europäische Hersteller. Zugleich ziehen traditionelle Marken nach: Mercedes setzt auf schnellere 800-Volt-Technik, BMW und Audi haben ähnliche Pläne und „schlafen nicht“, wie im Podcast betont wird. Für Verbraucher bedeutet das einerseits eine immer bessere Auswahl an E-Autos, andererseits aber auch die Notwendigkeit, sich stets über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten. Genau dabei hilft eine Sendung wie diese: Sie bietet einen unterhaltsamen Überblick über die wichtigsten Trends und Neuigkeiten in der E-Auto-Welt.

Wichtige Themen im Detail

Ionity: neue Lade-Technik und Partnerschaft mit L’Osteria

Das Schnellladenetzwerk Ionity steht vor Veränderungen, die im Podcast für Gesprächsstoff sorgen. Ionity – ein Gemeinschaftsunternehmen mehrerer Autohersteller – war bisher dafür bekannt, an seinen Stationen pro Fahrzeug eine Ladeleistung von bis zu 350 kW bereitzustellen, ohne dass sich diese Leistung zwei Autos teilen mussten. Dieses Alleinstellungsmerkmal geht nun verloren: Künftig setzt Ionity an neuen Standorten auf moderne High-Power-Charger, die zwar bis zu 400 kW liefern können, aber zwei Ladeanschlüsse pro Säule haben. Laden zwei E-Autos gleichzeitig an einer solchen Säule, wird die verfügbare Leistung dynamisch aufgeteilt. In der Praxis bedeutet das beispielsweise, dass jeder Wagen etwa 200 kW erhält, wenn beide Ports belegt sind.

Die Hosts diskutieren kritisch über diese Änderung. Schließlich hatte Ionity sein „Nicht-Teilen“ der Ladeleistung lange als Argument gegenüber anderen Anbietern angeführt. Nun zieht Ionity aus wirtschaftlichen und praktischen Gründen nach und nutzt – wie viele Konkurrenten – Hardware des Herstellers Alpitronic, die Doppelanschlüsse bietet. Einer der Moderatoren berichtet von einer eigenen Lade-Erfahrung: Auf dem Weg von Bayern nach Köln machte er Halt an einem Ionity-Park mit den neuen Säulen. Er lud sein Auto mit hoher Geschwindigkeit, bemerkte aber die geteilte Leistung pro Stecker. Prompt entstand ein reger Austausch mit den Hörern in den sozialen Medien darüber. Ionity selbst – vertreten durch einen Mitarbeiter auf LinkedIn – erklärte ihm, die Lastverteilung erfolge „dynamisch“, sprich: der zuerst ladende Wagen bekommt solange volle Power, bis ein zweiter ansteckt; erst dann wird fair aufgeteilt.

Neben der Technik kommt auch die Kundenerfahrung zur Sprache. Ionity verkündete eine Kooperation mit der Restaurantkette L’Osteria. An 15 L’Osteria-Standorten in Europa sollen bis Mitte des Jahres 2024 neue Ionity-Schnelllader errichtet werden. Diese Partnerschaft macht Ladestopps attraktiver: Während das E-Auto Strom zieht, können Fahrer eine Pizza essen oder einen Kaffee genießen. Die Moderatoren begrüßen diesen Trend, denn er zeigt, dass Ladeinfrastruktur immer mehr in den Alltag integriert wird. Allerdings verliert Ionity dadurch auch ein wenig seine Exklusivität – bisher waren die Stationen oft eigenständige „Lade-Oasen“ an Autobahnen, nun ähnelt das Konzept dem anderer Anbieter, die bereits Restaurants oder Shops an Ladestandorten bieten. Insgesamt wird klar: Ionity passt sich dem Markt an, was für Nutzer Vorteile (mehr Ladestationen, bessere Standorte) bringt, aber auch bedeutet, dass sich Ionity im Wettbewerb neu positionieren muss.

Renault 5 Turbo 3E: elektrisches Revival einer Rallye-Ikone

Ein Highlight der Episode ist die Vorstellung des Renault 5 Turbo 3E – eines spektakulären Elektroautos, das die Moderatoren staunen lässt. Dieses Fahrzeug ist eine Hommage an den legendären Renault 5 Turbo aus den 1980er Jahren, jenen kleinen Rallye-Flitzer mit Mittelmotor, der heute ein begehrtes Sammlerstück ist. Renault greift diese Historie auf und präsentiert mit dem Turbo 3E ein Showcar, das Vergangenheit und Zukunft verbindet: Retro-Charme trifft auf modernste Elektrotechnik. Äußerlich fällt der Wagen durch seine extreme Breitbau-Optik und zahlreiche Designelemente auf, die an einen Rennwagen erinnern. „Der sieht richtig knaller aus“, kommentiert einer der Hosts begeistert die Optik – und in der Tat sticht das Fahrzeug aus der Masse heraus.

Die technischen Daten unterstreichen den Extrem-Charakter dieses Wagens. Zwei Elektromotoren – jeweils an den Hinterrädern angebracht – sorgen für Allradantrieb und liefern zusammen rund 400 kW (ca. 540 PS) Leistung. Durch die Platzierung der Motoren direkt an den Rädern (Radnabenmotoren) entsteht ein brachiales Drehmoment von bis zu 4800 Nm, das auf die Hinterachse wirkt. Dank einer 70-kWh-Batterie im Fahrzeugboden und einer 800-Volt-Architektur kann der Turbo 3E nicht nur beeindruckend schnell fahren (angeblich bis zu 270 km/h Spitze), sondern wohl auch zügig laden – sofern man eine passende Ladesäule findet. Dabei bleibt das Gewicht mit etwa 1,45 Tonnen relativ moderat, da Renault auf ein Carbon-Chassis und Leichtbau setzt.

So beeindruckend der Wagen ist, er bleibt eine Rarität: Nur 1.980 Exemplare sollen gebaut werden. Der ungewöhnliche Wert spielt auf das Baujahr 1980 des originalen R5 Turbo an. Die geringe Stückzahl und die aufwändige Technik haben ihren Preis – rund 150.000 Euro soll der Spaß mindestens kosten, mit Individualisierungen auch deutlich mehr. Damit ist klar, dass der R5 Turbo 3E kein Auto für die breite Masse ist. „Hier geht es ums Image – zu zeigen, was wir können, wenn wir wollen“, fasst einer der Moderatoren zusammen. Renault demonstriert mit diesem Projekt, was technisch machbar ist und wie viel Emotionalität die Marke wecken kann. Gleichzeitig steigert das Showcar die Vorfreude auf den kommenden „normalen“ Renault 5 als Elektroauto, der ab 2024 als erschwinglicher Kompakt-Stromer auf den Markt kommen soll. Im Podcast erwähnt Jonas schon gespannt, dass er den serienmäßigen Renault 5 bald als Testwagen fahren darf – ein Hinweis darauf, dass Renault die Elektro-Version des Klassikers auch für den Alltag rüstet. Der Turbo 3E bleibt der wilde Traum für die Vitrine oder Rennstrecke, aber er erfüllt seinen Zweck: Er lässt Herzen von Autoenthusiasten höher schlagen und bringt Renault ins Gespräch.

Lade-Etikette: Keine Zweiklassengesellschaft an der Ladesäule

Im Podcast wird leidenschaftlich über das Verhalten an öffentlichen Ladesäulen diskutiert. Anlass ist die Beobachtung, dass mit immer mehr Elektroautos und unterschiedlichen Ladegeschwindigkeiten eine Art „Zweiklassengesellschaft“ entstehen könnte: Fahrer von Fahrzeugen mit hoher Ladeleistung neigen manchmal dazu, langsam ladende Autos an Schnellladern missbilligend anzusehen oder gar zu kritisieren. Dieses Verhalten stößt bei Jonas und Tarek auf deutliche Ablehnung. Sie stellen klar, dass jede*r E-Auto-Fahrer*in – unabhängig vom Modell – das gleiche Recht hat, eine Schnellladesäule zu benutzen, wenn der Akku leer ist. Niemand sollte sich schuldig fühlen müssen, eine teure 300-kW-Säule anzusteuern, nur weil das eigene Auto dort vielleicht „nur“ mit 50 kW lädt. Im O-Ton heißt es unmissverständlich: „Jeder, der elektrisch fährt, hat das Recht zu laden. Und wenn er laden muss, dann lädt er eben, egal ob mit 15 kW oder mit 130 kW oder mit 330 kW.“

Die Moderatoren ermutigen stattdessen zu gegenseitiger Rücksichtnahme ohne Arroganz. Ihr Appell: E-Autofahrer sollten einander helfen und Verständnis zeigen, anstatt eine Hierarchie nach Ladeleistung zu errichten. Praktisch heißt das zum Beispiel, dass ein Fahrer eines langsam ladenden Modells gerne einen freien 50-kW-Charger nutzen kann, wenn nebenan am HPC gerade niemand wartet – einfach um die schnelle Säule für potentielle Schnelllader frei zu halten. Aber ebenso gilt: Ist der einzige freie Anschluss eine 300-kW-Säule, dann darf natürlich auch der Kleinwagen dort laden, ohne schiefe Blicke zu ernten. Häufig kennen Außenstehende die Hintergründe nicht: Vielleicht hat der Fahrer eines älteren Modells ein Abo bei Ionity und zahlt dort weniger als woanders, oder der alternative 50-kW-Lader am Standort ist defekt. Die Hosts geben zu bedenken, dass man nie wissen kann, in welcher Situation jemand steckt.

Statt also vorschnell zu urteilen, plädieren Jonas und Tarek für einen kameradschaftlichen Umgang an der Ladesäule. Jeder trägt zur Verkehrswende bei, egal ob in einem 15.000-Euro-Stromer mit kleiner Batterie oder in einer 100.000-Euro-Elektrolimousine. Dieses Gemeinschaftsgefühl sollte im Vordergrund stehen. So bleibt die Ladepause stressfrei und positiv – für alle Beteiligten.

Rekordjagd beim Laden: BYD und 1000-kW-Spitzen

Die Erwähnung von „1000 Kilowatt Ladepeak“ durch BYD ließ die Hosts aufhorchen. BYD (Build Your Dreams) ist einer der größten Elektromobilitäts-Konzerne Chinas und macht immer wieder mit technologischen Vorstößen von sich reden. Im Podcast wird diskutiert, was hinter der 1000-kW-Angabe steckt: Tatsächlich arbeiten Hersteller wie BYD und deren Luxus-Submarke Denza an E-Fahrzeugen, die zwei Ladeports besitzen, einen auf jeder Fahrzeugseite. Damit könnten sie theoretisch zwei Ultra-Schnelllader gleichzeitig nutzen. Kombiniert man zum Beispiel zwei 500-kW-Anschlüsse, käme man auf unglaubliche 1000 kW Spitzen-Ladeleistung. In der Praxis existieren solche Ladepunkte bislang kaum – selbst die modernsten öffentlichen Stationen in Europa liefern maximal 350 bis 400 kW pro Stecker. Doch in China wurden bereits erste Pilotanlagen mit deutlich höherer Leistung aufgebaut, und BYD möchte offenbar gerüstet sein.

Die Vorstellung, ein Auto in wenigen Minuten fast komplett aufladen zu können, fasziniert. Zum Vergleich ziehen die Moderatoren aktuelle Modelle heran: Ein Porsche Taycan oder Audi e-tron GT etwa laden heute mit rund 270–320 kW (Spitze), was bereits als sehr schnell gilt. 1000 kW wäre fast das Vierfache dieser Leistung. Die Hosts scherzen, dass man sich dann wohl anschnallen müsste, so rasant würde der Ladestand klettern. Gleichzeitig merken sie an, dass solche Werte vor allem Showcharakter haben. Kein heutiger Akku kann 1000 kW über mehr als ein paar Sekunden verkraften, ohne zu überhitzen oder zu verschleißen. Es geht hier also um Spitzenwerte unter Idealbedingungen.

Im Gespräch kommt auch die Frage auf, wie man solche Ladeleistung in Europa nutzen könnte. Ein Host mutmaßt augenzwinkernd, ob man notfalls sein Elektroauto mit zwei Kabeln an zwei Ionity-Säulen gleichzeitig anschließen könnte – theoretisch wären so etwa 2 × 350 kW = 700 kW drin. Natürlich ist das im Alltag weder vorgesehen noch praktikabel, aber die Idee verdeutlicht die Neugier auf kommende Möglichkeiten. BYDs Ankündigung ist jedenfalls ein Statement: Der Lade-Wettlauf geht weiter. Für die E-Auto-Fahrer der Zukunft könnte das bedeuten, dass Ladestopps immer kürzer werden. Noch aber bleibt abzuwarten, wann und wie diese 1000 kW wirklich im realen Betrieb ankommen – und ob unsere Infrastruktur darauf vorbereitet sein wird.

Preis-Leistungs-Champion: BYD Atto 2 im Alltagstest

Nachdem BYD in Sachen Ladetechnik für Schlagzeilen sorgt, widmen sich Jonas und Tarek einem konkreten Modell des Herstellers: dem BYD Atto 2. Dieses kompakte Elektroauto – in anderen Märkten auch als „BYD Dolphin“ bekannt – wurde von Jonas in einem City-Spezialtest ausprobiert. Sein Eindruck fällt äußerst positiv aus. Vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis hat es ihm angetan: Trotz relativ niedrigem Einstiegspreis bietet der Atto 2 viele Ausstattungsmerkmale, die man bei europäischen Modellen dieser Klasse oft vergeblich oder nur gegen Aufpreis findet. Dazu zählen beispielsweise moderne Assistenzsysteme, ein großzügiges Infotainment-Display und eine ordentliche Verarbeitungsqualität.

Im Podcast ziehen die beiden Hosts einen direkten Vergleich zu etablierten Konkurrenten. So wird etwa der VW ID.3 herangezogen, ein Kompaktwagen, der als Pendant aus Deutschland gelten kann. In der neuen Pure-Version verfügt der ID.3 über eine Batterie von etwa 52 kWh – vergleichbar mit dem BYD Atto 2, der einen rund 45 kWh großen Akku besitzt. Doch preislich liegt der ID.3 höher, vor allem wenn man eine ähnliche Ausstattungsliste ankreuzt. Einer der Moderatoren rechnet vor, dass ein ID.3 in vergleichbarer Konfiguration gut 6.000 Euro teurer kommt als der Atto 2. Das ist eine beträchtliche Summe in diesem Segment. Natürlich hat der VW dafür einen etwas größeren Akku und den Markenvorteil, doch der Unterschied zeigt, wie aggressiv BYD aufgestellt ist.

Auch in Sachen Fahrleistung und Alltagstauglichkeit kann der Atto 2 offenbar überzeugen. Jonas berichtet, dass der Wagen im Stadtverkehr flink und wendig unterwegs ist. Die Reichweite dürfte – je nach Batterieoption – für typische Pendelstrecken mehr als ausreichend sein (BYD spricht von ca. 300 bis 400 km). Besonders betonen die Moderatoren, dass ein solcher „Budget-Stromer“ keineswegs billig wirkt: Das Fahrzeug sei solide verarbeitet und fühle sich nicht nach Verzicht an. Diese Erfahrung deckt sich mit einem generellen Trend: Chinesische Hersteller wie BYD oder MG bringen Elektroautos nach Europa, die ein erstaunlich hohes Niveau zu konkurrenzfähigen Preisen bieten. Für preisbewusste E-Mobilisten ist das eine erfreuliche Entwicklung – erhöht aber zugleich den Druck auf hiesige Anbieter, mit ähnlichen Angeboten nachzuziehen.

Luxus unter Strom: Das neue Mercedes-Benz CLA Elektro-Modell

Ein weiterer Schwerpunkt der Podcast-Folge ist die Besprechung des neuen elektrischen Mercedes CLA. Mercedes-Benz hat dieses Modell – eine viertürige Coupé-Limousine im Kompaktsegment – kürzlich pompös der Öffentlichkeit präsentiert. Es handelt sich technisch um den Vorboten einer neuen Generation von Elektroautos auf der Mercedes-Modular-Architektur (MMA). Diese Plattform bringt einige Verbesserungen mit sich: Unter anderem setzt Mercedes nun (wie die Konkurrenz) auf ein 800-Volt-Bordsystem, das deutlich schnelleres Laden ermöglicht. In Aussicht gestellt wurden Ladezeiten, die etwa 400 km Reichweite in 15 Minuten nachladen können. Auch bei der Reichweite will Mercedes neue Maßstäbe setzen – von bis zu 750 km WLTP war im Rahmen der Vorstellung die Rede (wohlgemerkt für sparsame Varianten). Auf dem Papier klingt das alles hervorragend und zeitgemäß.

Die Moderatoren nehmen jedoch vor allem das Design und die Innenausstattung ins Visier, denn hier scheiden sich die Geister. Äußerlich hat Mercedes dem elektrischen CLA ein sehr auffälliges Gesicht gegeben: Der Kühlergrill (obwohl bei einem E-Auto funktionslos) ist riesig und mit beleuchteten kleinen Mercedes-Sternen übersät. Ein durchgehendes LED-Leuchtenband verbindet die Scheinwerfer – ein Stilmittel, das Mercedes bereits bei seinen EQ-Modellen genutzt hat. Hinten setzt sich dieses Leuchtband fort, garniert mit ebenfalls illuminierten Markenlogos. Jonas und Tarek sind darüber geteilter Meinung: Einerseits erkennt man die Bemühung, dem Wagen einen futuristischen Auftritt zu verleihen, andererseits wirkt die Optik auf sie „überladen“ und ein wenig protzig. „Jetzt ist es nur noch bling-bling“, beschreibt einer der Hosts und spielt damit auf den Verlust einer gewissen klassischen Mercedes-Eleganz an. Tatsächlich vermuten sie, dass dieses Design vor allem auch chinesische Kundschaft ansprechen soll, die einen Hang zu reichlich Dekor und Beleuchtung hat. Dass Mercedes die Premiere in Europa (Rom) statt in China abhielt, wunderte die beiden daher etwas.

Innen zeigt sich der neue CLA hochmodern, doch auch hier haben die Moderatoren Kritikpunkte. Das präsentierte Modell verfügte über das volle Program an Displays: Ein riesiges, sich über fast die gesamte Fahrzeugbreite erstreckendes Bildschirmpanel (MBUX Hyperscreen der neuen Generation) bietet Fahrer- und Beifahrer eigene Anzeigen. Darunter befinden sich futuristisch geschwungene Lüftungsdüsen und eine Mittelkonsole mit Touch-Bedienelementen. Auf den Pressefotos sieht das beeindruckend aus – doch wie wirkt es in einer einfacheren Ausstattungslinie? Diese Frage stellen Jonas und Tarek offen. Ein CLA gehört preislich nicht zur Oberklasse, viele Käufer werden eher Basisversionen bestellen. Wenn dann z.B. das Beifahrer-Display wegfällt, bleibt womöglich eine große, schwarze Plastikfläche übrig. Würde Mercedes stattdessen einen Teil der Fläche mit Zierleisten oder Ambientelicht gestalten? Hier müssen die Serienfahrzeuge abwarten lassen, wie das Konzept umgesetzt wird. Positiv erwähnen die Hosts das sportliche Lenkrad-Design, das an AMG-Modelle erinnert (auch wenn sie die Touchknöpfe darauf weniger mögen). Zusammenfassend sind beide sich einig, dass der elektrische CLA ein solide entwickeltes Fahrzeug sein wird, das Mercedes im Kampf gegen Tesla Model 3, BMW i4 und Co. wettbewerbsfähig macht. Allerdings fehlt ihnen etwas der „Wow-Effekt“ – bahnbrechende Innovationen sucht man vergebens, und emotional lässt das Auto sie eher kalt. Das Fazit von Jonas fällt klar aus: „Ein Mercedes-CLA, ich würde mir den nicht kaufen… bestimmt gut und effizient, aber haut mich nicht vom Hocker.“

Der schlafende Riese erwacht: Toyota und die E-Offensive

Zum Abschluss widmen sich Jonas und Tarek dem Thema Toyota – einem Hersteller, der in Sachen Elektroauto lange als Nachzügler galt. Die Nachricht: Toyota scheint „aufzuwachen“ und stärker in die E-Mobilität zu investieren. Konkret wurden im Podcast zwei Entwicklungen genannt. Erstens hat Toyota sein erstes modernes Elektro-SUV, den bZ4X, einer Überarbeitung unterzogen. Zweitens steht mit dem C-HR Plus (oder C-HR EV) ein völlig neues, rein elektrisches Modell in den Startlöchern.

Der Toyota bZ4X war im Jahr 2022 gestartet, konnte aber weder Presse noch Kunden wirklich überzeugen. Neben technischen Rückrufen (etwa wegen lockernder Radmuttern) krankt der bZ4X vor allem an einer veralteten Software und schwachen Ladeleistung. Im Fahrzeug fühlte er sich eher wie ein umgebauter Verbrenner an: Die Navigation zeigte standardmäßig Tankstellen statt Ladesäulen, und Funktionen wie Batterievorkonditionierung für schnelles Laden fehlten. Im Podcast wird der bZ4X daher als Negativbeispiel erwähnt – „das war nichts“, urteilt einer der Hosts drastisch über die erste Version. Umso gespannter ist man nun auf das Upgrade, das Toyota seinem E-SUV spendiert hat. Erwartet wird, dass Toyota die Software modernisiert hat, also z.B. eine vernünftige Ladeplanung mit Ladestopp-Vorschlägen integriert. Auch an der Ladetechnik könnte nachgebessert worden sein, um konkurrenzfähigere Ladezeiten zu erreichen.

Das zweite große Thema ist der neu angekündigte Toyota C-HR EV, den die Moderatoren als „C-HR Plus“ bezeichnen. Dieses Modell soll laut ersten Informationen mit zwei Batteriegrößen erhältlich sein (um 58 und 77 kWh) und in der Topversion über 600 km Reichweite (nach WLTP) schaffen. Damit würde Toyota auf einen Schlag zu Konkurrenten wie dem VW ID.4/ID.5, Hyundai Ioniq 5 oder Kia EV6 aufschließen. Optisch basiert der C-HR EV auf dem beliebten Crossover-Design des Hybridmodells, wird aber innen und außen an die Erfordernisse eines Elektroautos angepasst sein. Die Hosts finden es längst überfällig, dass Toyota diesen Schritt geht. „Toyota hat lange genug geschlafen“, lautet ihr Kommentar dazu. Als einer der größten und zuverlässigsten Autobauer der Welt habe Toyota alle Voraussetzungen, auch erfolgreiche E-Autos zu bauen – man musste sich nur endlich dazu durchringen. Jetzt scheint genau das zu passieren. Die Stimmung im Podcast dazu ist optimistisch: Mehr Auswahl tut dem Markt gut, und wenn ein „Riese“ wie Toyota ernsthaft einsteigt, dürfte das den Wandel zur Elektromobilität weiter beschleunigen. Für E-Auto-Fans ist Toyotas erwachendes Engagement definitiv eine der positiven Nachrichten dieser Folge.

Fazit

Alles in allem liefert diese Podcast-Episode eine Fülle an Einsichten in die aktuelle Welt der Elektromobilität – und das auf unterhaltsame, persönliche Weise. Jonas und Tarek schaffen es, komplexe technische Themen wie Ladeinfrastruktur oder Fahrzeugtechnik locker und verständlich rüberzubringen. Man fühlt sich als Zuhörer fast so, als säße man mit den beiden auf einen Kaffee zusammen und lasse sich von einem guten Freund auf den neuesten Stand bringen. Die Mischung aus News, Fachsimpelei und humorvollen Anekdoten macht das Zuhören kurzweilig.

Inhaltlich bleibt vor allem hängen, dass sich gerade enorm viel bewegt: Bei der Ladeinfrastruktur tut sich was – Ionity rüstet auf und passt sich dem Markt an, was für uns E-Auto-Fahrer mehr Möglichkeiten und Komfort bedeutet. Gleichzeitig mahnen die Hosts, dass Technikbegeisterung immer mit Fairness einhergehen sollte: Die Diskussion um die „Zweiklassengesellschaft“ an Ladesäulen erinnert uns daran, dass die E-Mobilitäts-Community zusammenhalten muss. Jeder noch so kleine Beitrag zur Verkehrswende zählt, und niemand sollte von oben herab behandelt werden, nur weil sein Auto vielleicht etwas langsamer lädt.

Die vorgestellten Fahrzeuge reichen vom extravaganten Sportstromer bis zum erschwinglichen City-EV – ein Beleg dafür, wie breit gefächert das Angebot mittlerweile ist. Für Enthusiasten bedeutet das: Es gibt immer mehr Auswahl, aber auch immer mehr zu lernen und zu vergleichen. Wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass ein chinesischer Hersteller wie BYD in Europa Autos anbietet, die etablierten Marken beim Preis-Leistungs-Verhältnis ernsthaft Konkurrenz machen? Oder dass Traditionsfirmen wie Mercedes-Benz und Toyota quasi gleichzeitig einen Technologiesprung hinlegen, um im Elektro-Bereich mithalten zu können?

Das Fazit der Folge ist optimistisch: Die Elektromobilität ist endgültig im Mainstream angekommen und bringt ständig Verbesserungen hervor – seien es schnellere Ladestationen, innovativ designte Fahrzeuge oder neue Marktteilnehmer, die frischen Wind reinbringen. Für E-Mobilitäts-Interessierte heißt das einerseits, sich auf spannende Zeiten zu freuen. Andererseits wird klar, wie nützlich Informationsquellen wie dieser Podcast sind, um den Überblick zu behalten. Jonas und Tarek haben mit ihrer leidenschaftlichen Diskussion gezeigt, worauf es ankommt: Offenheit für Neues, kritischer Blick auf Hypes und ein positiver Spirit, der Lust auf die elektrische Zukunft macht. Nach dem Hören fühlt man sich bestens informiert und motiviert, die weitere Entwicklung – vom angekündigten BYD-Test bis zur Markteinführung des nächsten Elektro-Modells – mit Vorfreude zu verfolgen.