In dieser Podcast-Episode der Reihe „Kilometerfresser“ dreht sich alles um aktuelle Entwicklungen und persönliche Eindrücke aus der Welt der Elektromobilität. Die Moderatoren Jonas und Tarek führen informativ und unterhaltsam durch die Sendung. Bereits zu Beginn feiern sie einen kleinen Meilenstein: Auf YouTube steht ihr Kanal kurz vor der Marke von 800 Abonnenten, und die 1000er-Grenze rückt in greifbare Nähe. Die Vorfreude ist groß – bei Erreichen der 1000 Abonnenten planen sie eine Spezialfolge, und scherzhaft überlegen sie, einen eigenen Intro-Song aufzunehmen, um zukünftige Copyright-Probleme zu vermeiden. Diese lockere Einleitung geht nahtlos in die inhaltlichen Schwerpunkte der Episode über.
Ein zentrales Element jeder „Kilometerfresser“-Folge ist die Rubrik „Was steht vor der Tür?“, in der Jonas und Tarek von den Fahrzeugen berichten, die aktuell in ihrer Einfahrt bzw. vor ihrer Tür stehen – meist Testwagen oder die eigenen Autos. Darüber hinaus widmet sich die Episode einer Reihe spannender Themen: Zum einen diskutieren die beiden die neuesten politischen Pläne zur Förderung von Elektroautos in Deutschland. Sie ordnen ein, was eine mögliche neue Kaufprämie für E-Autos bedeuten könnte und welche Fallstricke es gibt. Zum anderen teilen beide ihre frischen Erfahrungen mit Plug-in-Hybridfahrzeugen der neuesten Generation. Insbesondere Jonas berichtet ausführlich von einem zweiwöchigen Test mit einem modernen Plug-in-Hybrid, während Tarek ebenfalls kürzlich ein solches Fahrzeug gefahren ist. Gemeinsam analysieren sie Vor- und Nachteile dieser Technik und diskutieren, wie Plug-in-Hybride optimal eingesetzt werden sollten. Ein weiteres Highlight der Folge ist Jonas’ kurzer Erfahrungsbericht zum brandneuen Tesla Model Y in einer überarbeiteten Variante. Abschließend geben die Moderatoren noch einen Ausblick auf kommende Fahrzeuge und Projekte, die demnächst anstehen. Insgesamt verspricht diese Episode einen kompakten, aber informationsreichen Rundumschlag zu aktuellen Themen der Elektroauto-Welt.
Zentrale Erkenntnisse
- Meilenstein und Ausblick: Die Moderatoren feiern, dass ihr YouTube-Kanal kurz vor 800 Abonnenten steht, und visieren als nächstes die 1000er-Marke an. Dazu ist eine Spezialfolge geplant, und sie überlegen augenzwinkernd, einen eigenen Intro-Jingle einzusingen, um Urheberrechtsprobleme mit der bisherigen Musik zu umgehen.
- „Was steht vor der Tür?“ – Testfahrzeuge: Tarek und Jonas berichten von aktuellen Fahrzeugen vor ihrer Tür. Jonas hat derzeit keine neuen Testwagen (nur seinen eigenen Kia EV6), während Tarek gleich mehrere spannende Autos betreut. Er hat gerade einen BMW i5 Touring zurückgegeben und dafür einen BMW i4 eDrive40 in einem auffälligen matten Blau übernommen. Die Freude über die Farbe ist groß, doch ebenso fällt ihm auf, wie „alt“ das Interieur des i4 im Vergleich zum modernen i5 wirkt. Zusätzlich steht bei Tarek aktuell ein Skoda Elroq (ein kommendes Elektro-SUV von Skoda) vor der Tür, dessen Anblick Jonas mit „tolles Auto“ kommentiert.
- Vollausstattung und Preiswahrnehmung: Die Diskussion streift die Problematik von üppig ausgestatteten Testwagen. Oft erhalten Journalisten Top-Modelle mit größter Batterie und Vollausstattung. Das führt zwar zu positiven Testerlebnissen, kann aber beim Publikum falsche Erwartungen wecken. Beispielhaft erwähnen sie den Skoda Elroq: Ein vollausgestattetes Testfahrzeug kostet schnell über 50.000€, obwohl das Basismodell deutlich günstiger ist. Zuschauer reagieren dann mit „Oh, so viel Geld für einen Elroq!“ – ein Effekt, den die Moderatoren kritisch anmerken.
- Hype um neue Elektro-Modelle: Jonas verrät, dass er einen Blick auf Tareks YouTube-Kanal geworfen hat und erstaunt war, dass ein Video über den angekündigten Renault 5 EV noch mehr Aufrufe erzielte als jenes zum Skoda Elroq. Die Resonanz auf den retro-modernen Kleinwagen Renault 5 ist riesig – „geht durch die Decke“ –, obwohl das Auto erst 2024/25 kommt. Die beiden stellen fest, dass der R5 mit seinem kultigen Design bereits jetzt „wie warme Semmeln“ Begehrlichkeiten weckt, während der Skoda Elroq trotz hoher Erwartungen etwas weniger Hype generiert. Jonas schwärmt: „Der R5 ist vielleicht nicht perfekt – nicht sehr groß und nicht supergünstig – aber er macht richtig Spaß, sieht mega aus und hat Kultpotenzial.“
- Persönliche Prioritäten: Im Gespräch kommt zur Sprache, dass Jonas im Monat März auf die Teilnahme an mehreren Presse-Events verzichten muss – darunter Fahrveranstaltungen für spannende Modelle wie den Alpine A290, den Smart #1, den Ford „Capri“ (ein Codename für ein neues E-Auto) und das Skoda Enyaq Facelift. Schweren Herzens sagt er diese Termine ab, um mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Die Hörer erfahren dadurch auch persönliche Hintergründe der Moderatoren und deren Balance zwischen Beruf und Privatleben.
- Politische Pläne zur E-Auto-Förderung: Ein zentrales Thema der Episode ist die Ankündigung eines möglichen neuen „Kaufanreizes“ für Elektroautos in Deutschland durch eine geplante Regierungskoalition (u.a. CDU/CSU und SPD). Jonas und Tarek begrüßen prinzipiell die Idee, die Elektromobilität zu fördern, betonen aber die Fehler der früheren Förderung. Sie hoffen, dass diesmal soziale Gerechtigkeit im Fokus steht – etwa ein gestaffeltes System wie in Frankreich, bei dem Geringverdiener höhere Zuschüsse oder günstigere Leasingraten für E-Autos erhalten. Wichtig sei, „dass sie es nicht wieder total verkacken wie beim ersten Mal“ und die Förderung wirklich diejenigen erreicht, die sie am meisten brauchen.
- Kritik am Förderchaos: Die Moderatoren äußern auch Kritik am Timing dieser Ankündigung. Die bloße Aussicht auf eine zukünftige Prämie könnte den aktuellen Markt bremsen, da viele potenzielle Käufer nun abwarten könnten („Ich warte vielleicht doch noch…“), obwohl es derzeit attraktive Angebote und hohe Rabatte auf Elektroautos gibt (teils 20–30%, da Hersteller ihre CO₂-Flottenziele erreichen müssen). Sie finden es paradox, dass die Politik jetzt eine Förderung in Aussicht stellt, wo doch die Industrie ohnehin unter Druck steht, E-Autos zu verkaufen. Statt neuer Prämien fordern Jonas und Tarek pragmatischere Lösungen wie günstigeren Ladestrom an öffentlichen Säulen, was die Alltagskosten senken würde. Ihr Appell: Falls eine Kaufprämie kommt, müsse sie klar geregelt und vollständig an die Kunden weitergegeben werden, damit nicht Hersteller die Preise erhöhen und die Förderung verpufft.
- Volkswagen ID.1 in Portugal: Ein weiteres News-Thema ist Volkswagens geplanter neuer Einstiegs-Stromer ID.1. Noch in der Vorwoche sprachen die Moderatoren über dieses Konzept, und nun gibt es schon konkrete Infos: VW-Chef Thomas Schäfer hat verkündet, dass der ID.1 ab 2027 in Portugal produziert werden soll, in einem Werk, das als besonders effizient gilt (dort wird derzeit der VW T-Cross gebaut). Jonas und Tarek freuen sich, dass dieses wichtige Modell in Europa gebaut wird. Sie kommentieren augenzwinkernd, VW sei zwar „Ankündigungsweltmeister“ – vieles werde lange im Voraus versprochen –, doch am Ende würden die Wolfsburger liefern: Der ID.1 komme vielleicht spät, werde aber ein Erfolg und sich gut verkaufen.
- Plug-in-Hybrid mit neuer Technik: Im Herzstück der Episode berichten die Hosts von ihren Erfahrungen mit Plug-in-Hybridfahrzeugen (PHEVs) der neuesten Generation. Jonas hatte zwei Wochen lang einen Cupra Leon Sportstourer e-Hybrid (VZ) im Test und zeigt sich beeindruckt von der technischen Weiterentwicklung. Dieses Modell verfügt über eine ungewöhnlich große Batterie (24,5 kWh brutto, ca. 19,7 kWh netto – vergleichbar mit frühen rein elektrischen Autos) und kann sogar an Schnellladesäulen (DC) laden. In der Praxis bedeutete das: knapp 115–120 km rein elektrische Reichweite im Stadt/Land-Verkehr bei milden Temperaturen (und immer noch um 80–90 km im Winter) sowie die Möglichkeit, den Akku in rund 22 Minuten von 10% auf 80% zu laden. Jonas freut sich: „Endlich! Das Ding hat von 10 auf 80 Prozent nur gut 20 Minuten gebraucht.“ Solche Ladezeiten kannte man bisher eher von reinen Elektroautos – umso bemerkenswerter ist es bei einem Plug-in-Hybrid.
- Vorteile im Alltag: Dank der elektrischen Reichweite von über 100 km kann der Cupra im Alltag viele Strecken rein elektrisch bewältigen. Selbst Autobahnetappen sind bis ca. 140 km/h elektrisch möglich. Für Jonas sind „zwei halbe Antriebe durchaus ein Ganzes“ – will heißen, ein halber Elektro- und ein halber Verbrennungsmotor ergeben in Summe ein voll alltagstaugliches Konzept, wenn man es richtig nutzt. Er ist begeistert, wie nahtlos der Hybrid im Stadtverkehr rekuperiert und damit Energie zurückgewinnt. Tarek pflichtet bei und findet es „mega geil“, dass moderne Plug-in-Hybride nun die Lücke schließen, indem sie lokale Emissionsfreiheit bieten, ohne die Freiheit eines Verbrenners auf Langstrecke völlig aufzugeben.
- Jeder E-Kilometer zählt – neue Perspektive auf PHEVs: Die Diskussion der beiden zeigt ein Umdenken gegenüber Plug-in-Hybriden. Anfangs ärgerten sie sich, wenn PHEVs Ladeplätze blockierten, doch nun sehen sie es anders: „Jeder Kilometer, der elektrisch zurückgelegt werden kann, ist ein Gewinn für uns alle – für sauberere Luft und weniger Lärm in den Städten.“ Sie sind sich einig, dass sie lieber einen modernen PHEV als einen reinen Diesel fahren würden. Wichtig sei jedoch, dass Plug-in-Hybride auch wirklich elektrisch genutzt werden – sprich, regelmäßig geladen.
- DC-Laden als Gamechanger: Jonas und Tarek argumentieren, dass ein Plug-in-Hybrid nur mit Schnellladefunktion (DC) vollends sinnvoll ist. Ohne DC-Anschluss lohne ein PHEV nur für Leute mit eigener Wallbox zu Hause, da man sonst unterwegs kaum nachladen kann. Mit DC hingegen können auch Verbrenner-Pendler auf langen Fahrten jede Rast zum kurzen „Stromschnappen“ nutzen. Die Hosts rechnen ein Beispiel vor: Nach ~400 km Autobahn müsse man so oder so eine Pause einlegen – mit einem PHEV kann man in 20–25 Minuten an der Schnellladesäule den Akku wieder bis ~85% füllen. Wenn PHEV-Fahrer das beherzigen und die Ladesäulen nur für diesen kurzen Zeitraum blockieren, seien sie für reine E-Autofahrer kein Ärgernis mehr. Im Gegenteil, das Fahrzeug ist dann „so schnell weg wie ein schnelles Elektroauto.“ Die beiden hoffen daher, dass auch andere Hersteller ihre Plug-in-Modelle künftig mit DC-Ladeoption ausstatten.
- Plug-in vs. Elektro – was bringt die Zukunft? Interessant ist die Prognose der Moderatoren: Wenn PHEV-Besitzer ihr Fahrzeug konsequent laden, werden sie feststellen, dass es sich im Alltag fast wie ein reines Elektroauto anfühlt. Man lädt täglich oder bei Bedarf, genau wie bei einem BEV, und nach etwa 400 km muss man ohnehin entweder tanken oder – beim E-Auto – laden. Der einzige Vorteil des Verbrenners im PHEV ist dann die etwas schnellere Betankung auf langen Strecken; im Alltag hingegen muss ein PHEV tendenziell öfter an die Steckdose, da sein Akku kleiner ist als der eines voll elektrischen Autos. Mit anderen Worten: Der Schritt zum reinen Elektroauto wird immer kleiner. Diese Erkenntnis teilen Jonas und Tarek mit ihren Hörern und zeigen damit, wohin die Reise aus ihrer Sicht geht.
- Tesla Model Y (neue Generation) im Kurztest: Gegen Ende der Episode widmet sich Jonas seinem kurzen Test des neuen Tesla Model Y (Facelift). Er hatte die Gelegenheit, das überarbeitete Modell für etwa 15 Stunden zu fahren und legte dabei rund 250 km zurück. Sein Fazit fällt gemischt aus. Positiv hervorzuheben sei das Design – „optisch deutlich besser als der Vorgänger“ – und der spürbar hochwertigere Innenraum. Auch das Fahrwerk wurde überarbeitet: Das Model Y federt nun etwas straffer und sportlicher, was Jonas als gelungene Abstimmung empfindet. Es fühle sich an wie ein Mittelweg zwischen dem soften Standard-Model-3 (Projekt Highland) und einem Performance-Modell – für ihn ein Plus an Fahrkomfort und Dynamik zugleich.
- Wenig technische Fortschritte: Weniger begeistert ist Jonas davon, dass Tesla technisch kaum etwas verändert hat. Weder die Antriebs- noch die Ladetechnik wurden nennenswert verbessert. Die versprochene leicht höhere Reichweite der neuen Variante macht sich im Alltag praktisch nicht bemerkbar. Bei einer Lade-Session von 10% auf 80% stellte er keine Verkürzung der Ladezeit fest – rund 32–33 Minuten, ähnlich wie beim bisherigen Model Y. Jonas hatte gehofft, Tesla würde wie manch anderer Hersteller (z.B. VW bei ID.3/ID.4) per Update eine bessere Ladekurve ermöglichen, doch „ist nicht passiert“. Unterm Strich, so sein Resümee, sei das neue Model Y vor allem optisch neu: „technisch wirklich identisch – am Ende ist es einfach nur eine optische Entscheidung, welches Design einem besser gefällt.“
- Kleine Umgewöhnung: Für Schmunzeln sorgt Jonas’ Anekdote zur Rückkehr des Blinkerhebels im Tesla. Tesla hatte im Model 3 „Highland“ den Blinkerhebel abgeschafft und durch Buttons ersetzt. Beim neuen Model Y ist jedoch wieder ein physischer Blinkerhebel vorhanden. Jonas ertappte sich dabei, anfangs öfter statt zu blinken das Fernlicht aufzuleuchten – seine Reflexe vom hebellosen Model 3 führten zu Fehlgriffen an den neuen Hebel („Ich habe beim Rechtsblinken oft dem Vordermann eine Lichthupe gegeben“). Nach kurzer Eingewöhnung legte sich dieses Problem, aber die Geschichte zeigt, wie selbst kleine Änderungen im Bedienkonzept spürbare Effekte haben.
- Ausblick auf kommende Tests: Zum Abschluss geben Jonas und Tarek einen kurzen Überblick, welche spannenden Fahrzeuge und Projekte in nächster Zeit anstehen. Geplant sind unter anderem ein Roadtrip mit dem VW ID.Buzz (in der kurzen Radstand-Version) sowie Probefahrten mit dem neuen Ford Explorer EV und dem Opel Grandland-Facelift. Außerdem erwähnt Jonas, dass er am nächsten Tag ein Presse-Event besucht, bei dem es um den BYD Atto 2 (einen kompakten Stromer des chinesischen Herstellers BYD) geht. Tarek kann an diesem Termin nicht teilnehmen (passenderweise ist noch März – sein „fahrveranstaltungsfreier“ Monat), freut sich aber darauf, von Jonas darüber zu hören. Die Episode endet also mit viel Vorfreude auf die kommenden Themen.
Detaillierte Analyse der Themen
Was steht vor der Tür? – Aktuelle Testfahrzeuge der Moderatoren
Zu Beginn der Episode begrüßen sich Jonas und Tarek gewohnt gut gelaunt und starten mit der Rubrik „Was steht vor der Tür?“. Hierbei berichten sie, welche Fahrzeuge momentan bei ihnen zuhause bereitstehen. Jonas hält es kurz und lacht, dass bei ihm aktuell „gar nichts“ Besonderes vor der Tür steht – außer seinem eigenen Kia EV6 ist derzeit kein Testwagen verfügbar. Tarek hingegen hat einiges zu erzählen: „Bei mir ist ein bisschen mehr los“, kündigt er an. Er hatte gerade den neuen elektrischen BMW i5 Touring Probe gefahren und diesen zurück an BMW gegeben. Im Austausch hat er nun einen BMW i4 eDrive40 (das kleinere Modell) übernommen. Besonders angetan ist Tarek von der Lackierung: ein mattes Blau, das ihn beim Abholen in der BMW-Halle sofort begeistert hat („das ist so eine schöne Farbe“). Dieses Detail lässt er sich nicht entgehen, obwohl ihnen die Farbe für Videos normalerweise egal sein kann – hierüber freut er sich merklich.
Neben der Farbe fällt Tarek aber noch etwas auf: Nachdem er zwei Wochen den hochmodernen i5 gefahren ist, wirkt der Innenraum des i4 fast überraschend altbacken. Er berichtet Jonas, er sei „erschrocken, wie alt der i4 innen ist“. Die Bedienungselemente im i4 (z.B. orange beleuchtete Knöpfe, ein anderes Lenkradtasten-Layout) wirken im Vergleich zum i5 deutlich angestaubter. Jonas stimmt zu, dass die neue Generation (der i5) innen viel moderner wirkt – abgesehen von manchem Klavierlack, scherzt er. Trotz dieser Kritikpunkte ist der i4 natürlich weiterhin ein spannendes Elektroauto, und Tarek hat ja zudem noch ein weiteres Fahrzeug vor der Tür: einen Skoda Elroq. Dieses kommende kompakte E-SUV von Skoda – dessen Name im Podcast allerdings etwas scherzhaft als „L-Rock“ ausgesprochen wird – steht ebenfalls bei Tarek zur Testfahrt bereit. Jonas kommentiert anerkennend: „Ach schön, tolles Auto.“ Damit haben die beiden Hosts gleich mehrere aktuelle Modelle greifbar, was einen abwechslungsreichen Testeindruck ermöglicht.
Testwagen-Ausstattung und Hype um Renault 5 vs. Skoda Elroq
In ihrer Unterhaltung kommen Jonas und Tarek auf ein häufiges Phänomen zu sprechen: Hersteller stellen für Tests meist Fahrzeuge in Top-Ausstattung bereit. Tarek erklärt, die Autobauer möchten natürlich, dass ihre Modelle im besten Licht dastehen – also mit größter Batterie, stärkstem Motor und vollem Ausstattungsumfang. Aus Nutzersicht hat das aber einen Haken: Die getesteten Autos sind oft sehr teuer. Jonas erwähnt, dass man dann im Video z.B. sagt: „Unser Testwagen kostet XY Euro“, woraufhin manche Zuschauer negativ reagieren. Im Falle des Skoda Elroq bedeute das etwa: „Oh, so viel Geld für einen Elroq – dabei fängt der doch bei 30.000€ an.“ Tatsächlich lag der Preis des Test-Elroq in ihrem Beispiel über 50.000€, was natürlich nicht die Einstiegsversion widerspiegelt. Dieses Dilemma – tolle Ausstattung vs. realistische Preise – kennen beide Moderatoren gut. Sie sind sich einig, dass sie auch gerne mal ein Basismodell testen würden, um näher an der Realität des Durchschnittskäufers zu bleiben.
Ein interessanter Aspekt ist außerdem, welche neuen Elektromodelle bei den Zuschauern besonders ziehen. Jonas gibt preis, dass er kürzlich Tareks YouTube-Kanal analysiert hat, um zu sehen, welche Videos gut ankommen. Dabei war er überrascht: Das Video zum kommenden Renault 5 (einem elektrischen Revival des klassischen R5) hatte noch mehr Aufrufe als das zum Skoda Elroq, obwohl letzterer als wichtiger Hoffnungsträger für 2025 gilt. „Ich war wirklich verwundert“, so Jonas, „ich dachte, der R5 – ja, der ist beliebt, aber dass der so durch die Decke geht…“ Tarek kann das bestätigen: Sein Renault-Händler vor Ort spüre schon jetzt ein enormes Interesse am R5. Dieses kompakte Retro-Elektroauto, das offiziell erst in ein bis zwei Jahren erscheint, scheint die Leute bereits zu begeistern. „Das Ding lässt sich verkaufen wie warme Semmeln“, zitiert Tarek sinngemäß die Stimmung – obwohl der R5 objektiv nicht in allem glänzt: Er wird kein Raumwunder (hinten wenig Platz für Erwachsene) und auch kein Schnäppchen. Doch er hat etwas, das die Käufer emotional anspricht: „Er ist so geil, Mann – der macht Spaß, sieht einfach mega aus und hat Kultpotenzial“, fasst Jonas die Vorzüge des Renault 5 enthusiastisch zusammen. Demgegenüber steht der Skoda Elroq als solides, familientaugliches Elektro-SUV, das zwar als „Elektroauto 2025“ gehandelt wird und wohl den Enyaq beerben soll, aber im Hype offenbar (noch) nicht ganz mit dem schicken Franzosen mithalten kann.
Im Zuge dieses Themas kommt auch zur Sprache, dass Jonas bedauert, einige bevorstehende Test-Events nicht besuchen zu können. Speziell erwähnt er eine Fahrveranstaltung für den sportlichen Alpine A290 (ein heiß erwarteter Elektro-Hot-Hatch auf Basis des R5), die er auslassen muss. Ebenso stehen Einladungen für den neuen Smart #1, ein Ford-Elektromodell mit dem Codenamen „Capri“ und das Facelift des Skoda Enyaq im Raum – doch Jonas hat beschlossen, im März eine Pause von solchen Events einzulegen. Der Grund ist sympathisch: Er möchte Zeit mit der Familie verbringen und „auf den Kleinen aufpassen“. Diese persönliche Note zeigt, dass selbst für Autoenthusiasten wie die „Kilometerfresser“-Moderatoren die Familie Vorrang haben kann. Tarek versteht das natürlich, auch wenn beide es etwas schade finden, spannende Autos zu verpassen. Dennoch: Die Autos laufen nicht weg, und sie können sich zu gegebener Zeit immer noch mit diesen Neuheiten beschäftigen.
Politische Pläne für neue Elektroauto-Förderung
Nach dem Plausch über Autos und Videos wechseln Jonas und Tarek zum ersten großen Sachthema der Folge: der Politik. Konkret geht es um ein jüngst veröffentlichtes Sondierungspapier, in dem CDU/CSU und SPD – die voraussichtlich in einer Regierungskoalition zusammenarbeiten wollen – neue Maßnahmen für die Förderung der Elektromobilität skizzieren. Im Podcast wird erwähnt, dass die Parteien einen „Kaufanreiz für Elektromobilität schaffen“ möchten. Aufhorchen lässt diese Meldung vor allem deshalb, weil die erst vor wenigen Monaten ausgelaufene Umweltbonus-Prämie für E-Autos vielen noch in Erinnerung ist. Die Moderatoren analysieren die Nachricht mit vorsichtigem Optimismus, aber auch deutlicher Kritik.
Zunächst freuen sie sich über das Signal, dass Elektromobilität weiterhin auf der politischen Agenda steht. Einig sind sie sich jedoch, dass die Ausgestaltung entscheidend sein wird. Jonas erinnert daran, wie bei der letzten Förderung („Umweltbonus“) einige Dinge schiefgelaufen sind: „Damals haben die Geringverdiener nicht so viel davon profitiert“, stellt er fest. Deshalb hoffen beide, dass eine neue Prämie sozial gerechter wird. Sie bringen das Beispiel Frankreich: Dort erhalten Käufer je nach Einkommen unterschiedliche Förderung – wer weniger verdient, bekommt einen höheren Zuschuss oder bessere Konditionen, etwa für Leasing. Eine solche Staffelung fänden Jonas und Tarek auch in Deutschland sinnvoll, um möglichst vielen den Umstieg aufs Elektroauto zu ermöglichen.
Gleichzeitig warnen sie vor negativen Nebenwirkungen. Die bloße Aussicht auf eine kommende Prämie könnte nämlich den derzeitigen Absatz von E-Autos dämpfen. Tarek formuliert zugespitzt, dass bis zu einer tatsächlichen Einführung der Förderung „vielleicht 2026“ vergehen könnte – in der Zwischenzeit würden aber etliche Käufer abwarten. Das sei kontraproduktiv, zumal es aktuell so viele gute Angebote gebe: „Es gibt gerade richtig verrückte Rabatte“ auf neue E-Autos, bis zu 30%, weil die Hersteller ihre CO₂-Flottenziele erreichen müssen. Beispiele werden genannt: So könne man einen BMW i5 Touring derzeit mit ähnlichem Rabatt wie einen Skoda Elroq bekommen – ein Zeichen, wie sehr der Markt in Bewegung ist. Vor diesem Hintergrund verstehen die Moderatoren nicht ganz, warum der Staat jetzt mit Förderversprechen eingreift: „Die Industrie hat doch ohnehin Druck, Elektroautos zu verkaufen – wieso braucht es da noch den großen staatlichen Anreiz?“, fragen sie rhetorisch.
Ihr Vorschlag lautet stattdessen: Wenn schon fördern, dann vielleicht lieber den Strom an den Ladesäulen günstiger machen. Dieser Ansatz würde alle E-Autofahrer entlasten und Anreize schaffen, wirklich elektrisch zu fahren, anstatt nur den Kauf zu subventionieren. Jonas erinnert daran, dass Tarek diese Idee schon vor Monaten erwähnt hat – und auch Gesprächspartner aus der Industrie hielten das für interessant. Insgesamt schwingt etwas Frustration mit: Die Regierung stelle sich hin und rufe „Wir fördern Elektroautos“, während aus Sicht der beiden „es das gar nicht mehr so bräuchte“. Wichtig sei nun, dass schnell Klarheit geschaffen wird. Solange nichts beschlossen ist, herrscht Unsicherheit – und die Hersteller werden ihrer Meinung nach in der Zwischenzeit mit eigenen Preisnachlässen den Markt regulieren. Sollte die Politik am Ende doch eine Kaufprämie einführen, appellieren Jonas und Tarek, dann müsse „schwarz auf weiß“ feststehen, dass diese Eins-zu-eins beim Kunden ankommt und nicht von Herstellern durch Preiserhöhungen abgeschöpft wird. Nur so könne eine Neuauflage der Förderung wirklich effektiv und sinnvoll sein.
Volkswagen ID.1 – Produktion in Europa gesichert
Nach dem Blick auf die Politik wenden sich die Moderatoren einer Nachricht aus der Automobilindustrie zu. Es geht um den Volkswagen ID.1, das angekündigte Einstiegs-Elektroauto von VW, das preislich und größenmäßig unter dem ID.2 und ID.3 angesiedelt sein wird. In der vergangenen Woche hatten Jonas und Tarek noch gerätselt, wo VW dieses neue Modell wohl bauen wird – und spekuliert, ob vielleicht in Deutschland. Nun gibt es jedoch schon eine klare Aussage von VW-Chef Thomas Schäfer: Der ID.1 wird in Portugal vom Band laufen. Genauer gesagt soll ein bestehendes Werk (bekannt durch die Produktion des VW T-Cross) ab 2027 den ID.1 fertigen. Diese Neuigkeit kommentieren die Podcaster positiv. Jonas meint erfreut: „Na, ist doch schön, dann bleibt es in Europa.“ Beide begrüßen die Entscheidung, da eine europäische Fertigung kurze Lieferwege verspricht und Arbeitsplätze vor Ort sichert.
Gleichzeitig schwingt etwas Überraschung mit, dass VW so rasch Details bekanntgibt. Noch vor kurzem handelte es sich nur um ein Konzept und schon wenige Tage später gibt es „detaillierte Infos“, wie Jonas staunt. Allerdings kennen sie VW auch als Meister der frühen Ankündigungen. Tarek merkt mit einem Augenzwinkern an, die Kommentare online seien teils spöttisch gewesen, à la: „2027 – Volkswagen, der Ankündigungsmeister… Alle anderen bringen schon Modelle, VW kündigt weiter an.“ Dennoch sind sich beide sicher, dass VW liefern wird: Auch wenn der ID.1 spät kommt, wird er seiner Meinung nach ein Erfolg. „Wartet ab“, sagt Jonas optimistisch in seinem Video, „die werden spät kommen, aber sie werden zuschlagen.“ Damit spielen sie darauf an, dass VW zwar etwas hinterherhinkt, aber mit einem attraktiven, günstigen Stadtauto wie dem ID.1 ab 2027 viel Nachfrage bedienen kann. Der Tenor ist: Besser spät als nie – und wenn er kommt, dann richtig.
Plug-in-Hybrid-Technik im Praxistest: Cupra Leon e-Hybrid
Im umfangreichsten Teil der Episode geht es um Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge (PHEVs) – Autos, die sowohl einen Verbrennungsmotor als auch einen aufladbaren Elektroantrieb haben. Jonas und Tarek haben beide jüngst Erfahrungen mit modernen PHEVs gesammelt. Jonas erzählt begeistert von seinem zweiwöchigen Test mit einem Cupra Leon Sportstourer e-Hybrid in der leistungsstarken VZ-Version. Dieses Fahrzeug hat ihn positiv überrascht, denn es bringt einige Neuerungen mit, die ältere Plug-in-Hybride nicht hatten.
Das auffälligste Merkmal ist die Batteriegröße. Mit rund 19,7 kWh nutzbarer Kapazität (24,5 kWh brutto) ist der Akku so groß wie bei manchem reinen Elektroauto der ersten Generation (zum Vergleich: Ein erster Renault Zoe hatte eine ähnliche Akkugröße). Dadurch schafft der Cupra – real gemessen – über 100 km elektrische Reichweite. Jonas berichtet, er sei an einem Tag rund 220 km gefahren (eine Strecke von Köln nach Maastricht und zurück) und hatte am Ende immer noch etwa 35% Restakku, obwohl er das Fahrzeug im Hybridmodus betrieb. Das heißt, der Wagen nutzt den Akku intelligent über die Strecke verteilt. Im Stadtverkehr und auf Landstraßen kann er häufig rein elektrisch fahren und rekuperieren, auf der Autobahn unterstützt der Elektromotor den Benziner, wenn nötig.
Eine weitere Revolution bei diesem Modell ist die Schnellladefähigkeit. Erstmals können PHEVs, zumindest dieser, an DC-Schnellladern Strom nachfassen. Jonas hat es ausprobiert: Bei warmem Akku zog der Cupra Leon e-Hybrid bis zu 54 kW Ladeleistung. In etwa 21–22 Minuten ging es von 10% auf 80% Batterie. „Na endlich!“, ruft Tarek begeistert, als er davon hört – denn genau so etwas hatten sie sich lange gewünscht. Mit dieser Technik verschwimmen die Grenzen zwischen Plug-in-Hybrid und Elektroauto weiter: Eine so kurze Ladepause ist im Grunde vergleichbar mit dem „Nachladen“ eines reinen E-Autos. Jonas zieht den Vergleich: Ähnlich schnell lädt auch Tareks großer SUV (er erwähnt beiläufig „bei dir im Tyrone“, was vermutlich ein scherzhafter Name für Tareks Fahrzeug ist). Beide Moderatoren sind beeindruckt, dass ein familienfreundlicher Kombi wie der Cupra Leon so etwas leisten kann.
Natürlich sprechen sie auch über die Fahrleistungen. Bis zu 140 km/h Höchsttempo sind im E-Modus möglich – deutlich mehr als ältere PHEVs, die oft bei 130 km/h abriegelten. Im Alltag bedeutete die große Batterie für Jonas, dass er viele Tage praktisch vollständig elektrisch unterwegs sein konnte. Er formuliert es bildhaft: „Zwei halbe können auch ein ganzes ergeben.“ Damit meint er, dass zwei halbe Systeme (Elektro + Verbrenner) zusammen ein vollwertiges Gesamtpaket abgeben können, je nachdem aus welchem Blickwinkel man es betrachtet. Für viele Fahrer könnte ein solches Fahrzeug tatsächlich das Optimum aus beiden Welten bieten: lokal emissionsfrei unterwegs sein und doch auf Langstrecken keine Reichweitenangst haben.
Diskussion: Sinn und Praxis moderner Plug-in-Hybride
Nach dem Erfahrungsbericht geht die Unterhaltung in eine Grundsatzdiskussion über: Wie sinnvoll sind Plug-in-Hybride wirklich und unter welchen Bedingungen entfalten sie ihren größten Nutzen? Hier tauschen Jonas und Tarek verschiedene Perspektiven aus – und man merkt, dass sich ihre Einstellung zu PHEVs im Laufe der Zeit gewandelt hat.
Tarek gesteht, dass er früher genervt war, wenn ein Plug-in-Hybrid an einer öffentlichen Ladesäule parkte und „seine 3,7 kW nuckelte“, während reine E-Autos eventuell Schlange standen. Gerade die ersten Plug-in-Modelle (etwa von Mercedes oder Range Rover) hatten nur AC-Laden und blockierten oft lange die Säulen. „Schau mal, da drüben ist dein Lieblingsauto“, habe seine Begleitung ihn dann ironisch auf solche ladenden PHEVs hingewiesen, erzählt er lachend. Mittlerweile jedoch sieht er das komplett anders: Wie Jonas zuvor betonte, zählt für ihn jetzt jeder elektrisch gefahrene Kilometer. Jeder Kilometer, der nicht mit fossilem Kraftstoff zurückgelegt wird, ist ein Gewinn – für die Umwelt und für die Städte (weniger Abgase, weniger Lärm). In diesem Punkt sind sich beide einig: Wenn ein Plug-in-Hybrid dazu führt, dass ein Auto zu 50% oder mehr elektrisch bewegt wird, dann ist das unterm Strich positiv.
Daraus leitet sich allerdings eine wichtige Voraussetzung ab: Der Nutzer muss den Plug-in-Hybrid auch tatsächlich laden. Jonas und Tarek kennen die Negativbeispiele: Dienstwagenfahrer, die einen Plug-in nur wegen der Steuervorteile nehmen, das Ladekabel nie auspacken und am Ende das Auto mit ungeöffnetem Kabel wieder zurückgeben. Solche Fälle sind für sie der Inbegriff der Fehlentwicklung, denn ein ungeladener PHEV fährt die meiste Zeit schwerfällig mit seinem Ballast (Batterie) herum und verbraucht sogar mehr Benzin als ein normaler Hybrid. Tarek erklärt, warum: Moderne Benziner haben oft wenigstens ein Mildhybrid-System, das kleine elektrische Unterstützung bietet (Start-Stopp, Rekuperation etc.). Ein Plug-in-Hybrid hingegen, der ohne Akku fährt, hat diesen Vorteil nicht – sein Verbrenner muss einen extra schweren Wagen allein bewegen, was den Verbrauch nach oben treibt. Deshalb betont Jonas: „Du musst dieses Auto eigentlich laden… weil der sonst deutlich mehr verbraucht“ im Vergleich zum Benziner ohne Hybridunterstützung.
Für die Langstrecke heißt das im Klartext: Auch ein Plug-in-Hybrid-Fahrer sollte ein Ladehalten einplanen. Wer glaubt, mit einem PHEV 1000 km am Stück fahren zu können, ohne zu laden, der wird feststellen, dass nach dem ersten Tankstopp der Akku definitiv leer ist und das Auto dann viel verbraucht. Die beiden skizzieren ein ideales Nutzungsszenario: Man startet mit vollem Akku, fährt z.B. 500 km, dabei wird der Akku so eingeteilt, dass er bis zum Ende der Fahrt kontinuierlich mithelfen kann – am Ziel sind Benzintank und Batterie gleichermaßen leer („im Idealfall kommst du mit leerem Tank und leerem Akku an“). Auf dem Weg hätte man dann aber ohnehin eine Pause eingelegt. Und genau da kommt der neue DC-Ladeanschluss ins Spiel: „Wenn ich als Verbrennerfahrer nach 400 km eh anhalte, um mal zu essen oder aufs Klo zu gehen, dann kann ich doch die 25 Minuten nutzen und an jeder Schnellladesäule das Ding wieder auf 85% laden“, meint Jonas. In der Tat würde in dieser halben Stunde ein moderner PHEV beinahe wieder voll, was die nächste Etappe elektrisch unterstützt.
Wichtig dabei ist den Moderatoren, dass PHEV-Fahrer Rücksicht nehmen und wirklich nur kurz laden – eben so, wie man es mit einem reinen Elektroauto auf der Durchreise auch tut. „Bitte ladet auch nur diese 20 Minuten, dann kackt euch auch keiner an“, appelliert Jonas mit deutlichen Worten an Plug-in-Besitzer. Soll heißen: Wenn man sich an die ungeschriebenen Regeln hält und Schnelllader nicht ewig blockiert, wird auch kein E-Auto-Fahrer schimpfen, dass ein Plug-in dort lädt. Tarek stimmt zu und ergänzt, dass viele PHEV-Fahrer vielleicht noch nicht das gleiche „Mindset“ wie reinelektrische Fahrer haben, was das zügige Freimachen der Ladesäulen angeht – aber das könne man lernen.
Abschließend halten beide fest, dass Plug-in-Hybride vor allem mit DC-Ladefähigkeit zukunftsfähig sind. Ein PHEV, das nur AC-laden kann, lohnt sich eigentlich nur, wenn man zu Hause eine Wallbox hat und stets über Nacht laden kann. Für alle anderen Einsatzprofile – insbesondere Vielfahrer ohne Heimladeplatz – macht erst die Schnellladeoption den Plug-in attraktiv. Jonas geht sogar so weit zu sagen, dass viele, die jetzt einen modernen PHEV fahren und konsequent laden, bald merken werden, dass sie eigentlich schon „wie mit einem E-Auto“ leben. Täglich Strom laden, nach 300–400 km mal eine halbe Stunde Pause machen – das unterscheidet sich kaum vom reinen Elektroauto. Der logische nächste Schritt wäre dann, ganz auf den Verbrenner zu verzichten, weil der Nutzenvorsprung (das schnelle Tanken) im Alltag gering ist. So gesehen bereiten die neuen Plug-in-Hybride den Boden für eine vollelektrische Zukunft vor, indem sie Vorurteile abbauen und Gewohnheiten der Fahrer verändern.
Erste Eindrücke vom neuen Tesla Model Y (Facelift)
Nachdem das Thema Plug-in-Hybrid ausführlich beleuchtet wurde, schlägt Jonas vor: „Und jetzt kommt mein Monolog zum Tesla Model Y.“ Tarek lacht und lässt ihn gewähren – Jonas hatte ihn überredet, kurz über dieses Auto sprechen zu dürfen, obwohl die Zeit knapp ist. Er berichtet also von seinem Kurztest des überarbeiteten Tesla Model Y, das er für einen Abend und eine Nacht zur Verfügung hatte. In rund 15 Stunden Fahrzeit spulte er 250 km ab und sammelte Eindrücke.
Zunächst die positiven Beobachtungen: Das Facelift des Model Y gefällt Jonas optisch deutlich besser als das Vorgängermodell. Tesla hat die Karosserie an einigen Stellen verfeinert und das SUV-Coupé wirkt nun moderner und ansprechender. Innen hat sich ebenfalls etwas getan – die Materialanmutung und Verarbeitung im Innenraum sind hochwertiger geworden. „Richtig gut gemacht“, lobt Jonas die Überarbeitung des Cockpits. Besonders angetan ist er auch vom Fahrwerk: Tesla hat dem neuen Model Y ein überarbeitetes Fahrwerkssetup spendiert. Da das Model Y bauartbedingt höher ist als eine Limousine wie das Model 3, hat man sich offenbar entschieden, die Abstimmung straffer zu gestalten, um trotz der Höhe ein dynamisches Fahrgefühl zu bewahren. Jonas vergleicht: Er selbst fährt ein Model 3 „Highland“ (das jüngste Facelift des Model 3) in der Long-Range-Version und findet dieses fast zu komfortabel abgestimmt. Das neue Model Y hingegen liege fahrwerkstechnisch genau dazwischen – nicht so hart wie ein Performance-Modell, aber etwas sportlicher als das Model 3. Er empfindet den Fahrkomfort als sehr gut und die Straffheit als gelungenen Mittelweg.
Trotz dieser Verbesserungen gibt es auch Kritikpunkte. Jonas ist „extrem gemischter Meinung“, weil aus technischer Sicht kaum Neuerungen zu verzeichnen sind. Er hatte im Vorfeld gehofft, Tesla würde die Gelegenheit nutzen, um zum Beispiel die Ladeperformance zu steigern. Doch als er den Wagen an den Supercharger anschloss, war er ernüchtert: Von 10% auf 80% SoC (State of Charge) vergingen wie gehabt gut 32 Minuten – exakt das Niveau des bisherigen Model Y. „Ich habe gehofft, sie passen die Ladekurve an… ist nicht passiert“, stellt er fest. Ebenso sei die versprochene Reichweitenverbesserung nur theoretischer Natur: Ein paar Kilometer mehr nach WLTP, „die wird man im Alltag kaum merken“. Faktisch blieb der Verbrauch gleich und die Antriebs- und Batterietechnik identisch zum Vorgänger. Jonas’ Fazit lautet daher sinngemäß: Wer bereits ein Model Y hat, verpasst technisch nichts – die Entscheidung für das neue Modell ist hauptsächlich eine Frage, ob einem die neuen Optikdetails besser gefallen.
Eine Anekdote am Rande bringt beide zum Schmunzeln. Im neuen Model Y sind wieder klassische Hebel am Lenkrad verbaut – darunter ein Blinkerhebel. Bei Teslas Model 3 Highland hatte der Hersteller ja auf Hebel verzichtet und Blinker sowie Gangwahl auf Knöpfe und den Touchscreen verlegt. Jonas, der das gewohnt ist, griff nun im Model Y instinktiv zur falschen Bedienung: „Ich habe so oft den Leuten vor mir aufgeblinkt“, erzählt er lachend. Beim Versuch, rechts zu blinken, betätigte er manchmal den Hebel, der beim neuen Tesla oben für das Fernlicht und unten für den Scheibenwischer zuständig ist – mit dem Effekt, dass er unbeabsichtigt die Lichthupe betätigte. Dieses ungewohnte Bedienlayout führte zu ein paar „witzigen“ Momenten, bis er sich nach ein, zwei Tagen umgestellt hatte. Solche Details zeigen, dass Tesla mit dem Facelift einen kleinen Schritt zurück zur traditionellen Bedienung gemacht hat (viele Kunden hatten die fehlenden Hebel kritisiert), was aber für Umsteiger vom hebellosen Modell einer kurzen Eingewöhnung bedarf.
Insgesamt fällt Jonas’ Urteil zum neuen Model Y positiv, aber nüchtern aus. Für Neukunden sei es natürlich toll, die verbesserten Eigenschaften zu bekommen. Für bestehende Model-Y-Fahrer gebe es jedoch wenig Grund, in Neid zu verfallen – zu ähnlich seien die Fahrzeuge unter dem Blech. Tarek, der Jonas aufmerksam zugehört hat, ist nun ebenfalls im Bilde und scherzt, dass er sich den Monolog immerhin angehört habe und somit auf dem neuesten Stand ist, ohne selbst fahren zu müssen.
Ausblick auf kommende Projekte
Bevor die Folge endet, werfen Jonas und Tarek noch einen Blick in die nahe Zukunft. Sie berichten, welche Fahrzeug-Tests und Erlebnisse in den kommenden Wochen anstehen. So planen sie beispielsweise einen Roadtrip mit dem VW ID.Buzz (in der kurzen Radstand-Version), um dessen Langstreckentauglichkeit zu erproben. Außerdem steht ein weiterer Roadtrip mit dem neuen Ford Explorer EV sowie eine Testfahrt mit dem überarbeiteten Opel Grandland (Plug-in-Hybrid) auf dem Programm. Jonas erwähnt zudem, dass er bereits am nächsten Tag an einem Presse-Event teilnehmen wird, bei dem es um den BYD Atto 2 geht – ein kompakter Elektro-Crossover des chinesischen Herstellers BYD, der in Europa neu vorgestellt wird. Tarek kann an diesem Termin nicht dabei sein (sein beschlossener „Event-freier“ März lässt grüßen), freut sich aber schon darauf, im Podcast von Jonas' Eindrücken zu hören. Damit schließen die Moderatoren die Episode ab und verabschieden sich mit viel Vorfreude auf die kommenden Themen.
Fazit
Obwohl diese Folge etwas kürzer ausfiel als üblich (ein Moderator musste bald zu einem Termin), bot sie dennoch einen umfassenden Überblick über zahlreiche aktuelle Aspekte der Elektromobilität. Von persönlichen Fahreindrücken bis zu politischen Weichenstellungen war alles vertreten. Die Moderatoren haben spannende Elektro- und Hybridfahrzeuge in der Praxis getestet und dabei sehr wertvolle Erkenntnisse gewonnen. Dabei zeigt sich, wie rasant die Technik fortschreitet: Ein moderner Plug-in-Hybrid schafft heute bereits über 100 km rein elektrisch und kann dank Schnellladung in einer kurzen Pause fast vollgeladen werden – vor wenigen Jahren undenkbar. Gleichzeitig wurden Neuigkeiten und Ankündigungen (VW ID.1, mögliche E-Auto-Kaufprämie) kritisch eingeordnet und mit eigenen Erfahrungen verknüpft.
Für die Zuhörer bedeutet das: Sie erhalten Informationen aus erster Hand und eine Einordnung der Ereignisse durch zwei Experten, die selbst leidenschaftlich in der Materie stecken. Man erfährt zum Beispiel, welche Fahrzeuge gerade für Aufsehen sorgen (der Retro-Stromer Renault 5 wurde überraschend als „Klickgarant“ identifiziert) und worauf man im aktuellen E-Auto-Markt achten sollte (lohnt sich Warten auf Förderung oder lieber jetzt vom Rabatt profitieren?). Die persönlichen Anekdoten – von Tareks Begeisterung über eine Autofarbe bis zu Jonas’ Verwirrung über den Blinkerhebel im Tesla – machen abstrakte Themen greifbar und sorgen für Unterhaltung; die lockere, authentische Art der Moderatoren stellt sicher, dass die Fülle an Informationen wirklich nie trocken wirkt. Bemerkenswert ist auch, wie Jonas und Tarek offen ihre Perspektive geändert haben (etwa in Bezug auf Plug-in-Hybride), was zum Mitdenken anregt. Wer bis zum Schluss zugehört hat, bekam in weniger als einer halben Stunde einen abwechslungsreichen Querschnitt geboten – von Alltagsanekdoten bis hin zu Zukunftsaussichten. Damit beweist „Kilometerfresser“ mit dieser Folge einmal mehr seinen Wert für alle Hörerinnen und Hörer, die stets up-to-date in Sachen Elektroautos bleiben wollen. Die gelungene Mischung aus Fachwissen und Lockerheit macht das Zuhören zugleich lehrreich und zu einem kurzweiligen Vergnügen.